Zehnjähriger reist mit Zug nach Belgien

Flüchtlingsvater täuscht Vermisstenfall vor

Frankfurt - Ein vermisster zehnjähriger Junge, der mit seinem Vater im Frankfurter Hauptbahnhof unterwegs war, hält sich offenbar in Belgien auf. Nach aktuellen Hinweise täuschte sein Vater den Vermisstenfall nur vor.  

Die Fahndung nach einem zehnjährigen afghanischen Jungen, der seit dem späten Freitagnachmittag (08. Januar) vermisst wurde, ist von der Polizei eingestellt worden. Die Beamten der Kriminalpolizei in Rüsselsheim haben aktuelle Hinweise erhalten, dass sich der Junge in Belgien aufhält. Der Vater soll die Ausreise seines Kindes selbst veranlasst haben. Anschließend täuschte er den Vermisstenfall bei der Polizei vor. Nach Angaben von Zeugen hat der Vater das Kind am Freitagnachmittag selbst in einen Zug nach Brüssel gesetzt. Heute Morgen soll er sich ebenfalls auf den Weg zu seinem Sohn gemacht haben. Wo sich die beiden Personen in Belgien aufhalten, muss noch geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Der Vater wohnte zuletzt mit dem Kind in einer Flüchtlingsunterkunft in Stockstadt. Am Freitag waren die beiden noch zusammen bei Bekannten in Frankfurt zu Besuch, doch auf dem Rückweg, gegen 17:30 Uhr, fehlte von dem Zehnjährigen plötzlich jede Spur. Nach dem Kind war in den letzten vier Tagen mit Hochdruck gesucht worden. Der Zehnjährige spricht weder Deutsch noch Englisch und kann auch die deutsche Schrift nicht lesen. Der Junge sei am Freitagabend allein wohlbehalten in einer Flüchtlingsunterkunft bei Brüssel angekommen. Der Leiter der Unterkunft erkannte das Kind am Dienstag und informierte die deutschen Behörden. Weshalb der Mann eine falsche Vermisstenanzeige aufgab, war zunächst unklar.

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dr

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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