Fest zum Jubiläum

Zeitreise in die Zoo-Geschichte

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Zum Jubiläum gibt"s Futter für die Kamele von Zoodirektor Manfred Niekisch und Stadtrat Felix Semmelroth höchstselbst.

Frankfurt - Von reiner Schaulust hin zu großen Gehegen und Artenschutz: Der Frankfurter Zoo hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. In diesem Sommer ist der zweitälteste Zoo Deutschlands 100 Jahre in städtischer Hand. Von Konstanze Löw 

Zum Jubiläum wird die Übernahme gewürdigt und die wechselvolle Geschichte der Institution beleuchtet. Wer in den nächsten Wochen und Monaten den Zoo besucht, kann nicht nur Gorillas, Schlangen & Co. beobachten, sondern auch einiges über die Geschichte des Tierparks erfahren. Zoodirektor Manfred Niekisch hat gestern zusammen mit Stadtrat Felix Semmelroth eine Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum eröffnet. Bis zum 31. Oktober können sich Zoo-Besucher über die Vergangenheit und den aktuellen Zustand der Einrichtung informieren.

Die insgesamt 13 Tafeln der Ausstellung sind quer über das gesamte Zoogelände verteilt. „So kann man sich entweder gezielt oder ganz locker im Vorbeigehen informieren“, sagte Niekisch. Wie ging Zoo vor 100 Jahren? Woher kamen und kommen die Einnahmen? Und welche Aufgaben hat ein Zoo? All diese Fragen beantworten die übersichtlich gestalteten Schilder.

Durch sie soll aber nicht nur die Vergangenheit lebendig werden: „Uns war wichtig, dass wir nicht nur über längst vergangene Zeiten informieren, sondern den Besuchern auch zeigen, was sich geändert hat und wie der Zoo heute funktioniert“, erklärt der Direktor. Dabei betonte Niekisch, dass ein Zoo neben einem Ausflugsziel und Erholungsgebiet auch eine Bildungs- und Kultureinrichtung sei. „Unser Zoo erreicht alle Alters-, Bildungs- und sozialen Schichten. Damit das so bleibt, ist es wichtig, dass die Eintrittspreise günstig bleiben. Wir liegen derzeit im unteren Drittel im Vergleich zu anderen deutschen Zoos“, meinte Niekisch, der zudem Professor für Internationalen Naturschutz an der Goethe-Uni ist.

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Zur Ausstellung gehört neben den Tafeln außerdem ein Container im Bereich des Zoo-Eingangs. Hier wird ein Kurzfilm abgespielt, der seine Zuschauer in eine Zeitreise über die Geschichte des Zoos entführt. Wer das Zuhause der mehr als 4 500 Tiere mal in einem ganz anderen Gewand, nämlich mit historischem Jahrmarkt und Live-Musik erleben will, ist beim Jubiläumsfest am Sonntag, 21. Juni, von 10 bis 18 Uhr, richtig. Natürlich gibt´s dann auch Infos rund um den Zoo und seine Geschichte.

Zum Jubiläum findet am Freitag, 26. Juni, 19 Uhr, eine historische Abendführung statt. Am Mittwoch, 2. September, 18 Uhr, gibt’s im Zoogesellschaftshaus einen Vortrag zum Thema „Der Zoo – die Stadt – 1915“.

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Quelle: op-online.de

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