Ohne Begründung:

Anträge von Landebahn-Gegnern abgelehnt

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Ein Flugzeug landet auf der neuen Nordwest Landebahn am Frankfurter Flughafen.

Frankfurt - Knapp 40 Mitglied des SPD - Ortsvereins in Sachsenhausen wollten einen Bewerber für die Landtagswahlen unterstützen, der sich für den Abriss der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen stark macht. Alle Anträge wurden ohne Begründung vom Vorstand abgelehnt.

Der SPD-Ortsverein des vom Fluglärm geplagten Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen hat knapp 40 Mitgliedsanträge abgelehnt. Die neuen Mitglieder wollten offenbar einen von zwei SPD-Bewerbern für die Landtagswahl unterstützen, der sich für den Abriss der neuen Landebahn stark macht. Eine Begründung für die Ablehnung der Anträge sei rechtlich nicht nötig, sagte der Frankfurter SPD-Sprecher Andreas Heusinger von Waldegge.

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Besonders kurios: Vor rund einem Jahr hatte sich der Ortsverein mit Zwei-Drittel-Mehrheit selbst für die Stilllegung der Landebahn ausgesprochen. Abgelehnt wurden die Beitrittswilligen jetzt vom Vorstand des Ortsvereins.

Laut Heusinger von Waldegge können die zurückgewiesenen Antragsteller innerhalb eines Monats beim Unterbezirk Widerspruch einlegen. Dieser könne dann wiederum den Antrag ohne Begründung stattgeben oder ablehnen. Der Ortsverein Sachsenhausen wählt laut dem SPD-Sprecher an diesem Samstag etwas mehr als die Hälfte der 55 Delegierten, die einen der beiden Kandidaten für die Landtagswahl küren.

dpa

Quelle: op-online.de

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