Frankfurter Grüne für Bettensteuer

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Wer sich in Frankfurter Hotels bettet, soll eine Steuer bezahlen.

Frankfurt - Der Übernachtungsrekord in Frankfurt legt nach Ansicht der Grünen im Rathaus Römer die Einführung einer Bettensteuer nahe.

Eine Steuer von drei Euro pro Übernachtung brächte der Stadt Einnahmen in Höhe von fast 20 Millionen Euro im Jahr, rechnete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Manuel Stock, in einer Mitteilung vor. Dieses Geld könne die Stadt aufgrund der Einbrüche bei der Gewerbesteuer und der erheblichen Kürzungen durch das Land dringend gebrauchen.

Der durchschnittliche Übernachtungspreis in Frankfurt liege dem Hotelpreisindex zufolge bei 93 Euro. „Damit würde eine Besteuerung von 3 Euro gerade einmal 3 Prozent des Übernachtungspreises im Durchschnitt bedeuten.“ Viele Städte, wie Köln, Hannover, Hamburg und Berlin, hätten eine solche Steuer entweder schon eingeführt oder planten sie. „Ein Wettbewerbsnachteil würde Frankfurt also nicht entstehen.“ Stock forderte eine „ernsthafte Debatte über die Bettensteuer“.

Sowohl bei den Gästen als auch bei den Übernachtungen verbuchte Frankfurt 2011 Rekorde. Rund 3,9 Millionen Touristen und Geschäftsleute aus dem In- und Ausland übernachteten etwa 6,4 Millionen Mal in der Großstadt. Das war nach Angaben der Stadt jeweils ein Zuwachs von gut fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Eine Bettensteuer nach dem Vorbild Darmstadts lehnt der Präsident des hessischen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Gerald Kink, dagegen entschieden ab. Sie stelle die kleinen und mittelständischen Hotels „mit dem Rücken an die Wand“. Darmstadt hat als erste Kommune in Hessen eine sogenannte Kulturförderabgabe für Hotelgäste beschlossen, die pro Übernachtung zwischen einem und drei Euro liegt.

dpa

Quelle: op-online.de

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