Frankfurter Nachtclub „Freiheit 2112“

House-Musik für Erwachsene

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Nachtclub-Chef Marcus Rudloff will mit seinem Team anstelle des legendären „King Kamehameha Clubs“ für Furore sorgen. 

Frankfurt - Seit dem Jahreswechsel ist in der Hanauer Landstraße 192 Ruhe eingekehrt. Denn nach 13 Jahren war der King Kamehameha Club geschlossen worden. Zu wenige Gäste hatten den Weg in die Halle des ehemaligen Kesselhauses gefunden. Von Khang Nguyen

Seither wird hinter der abgeschirmten Fassade fleißig gearbeitet – von Freitag, 26. , bis Sonntag, 28. September, eröffnet mit der „Freiheit 2112“ ein neuer Nachtclub. Chef Marcus Rudloff sprach mit uns über das neue Projekt.

Wann waren Sie das letzte Mal in einem Club feiern?

Letzte Woche Samstag war ich zum Beispiel erst im Tribe in Hainburg, wo ich einen sehr guten DJ gehört habe. Danach sind wir noch im Tanzhaus West gelandet. Ansonsten feiern wir gerade jeden Tag, denn jeden Tag kommen neue Geschenke im Club an: neue Boxen, neues Licht – rund um die Uhr ist hier Weihnachten.

Das vorherige „King Kamehameha“ war lange eine feste Institution im Frankfurter Nachtleben. Was wird in der Freiheit 2112 anders sein?

Also geplant ist, dass man dieses wunderschöne Gebäude in seiner Struktur erkennt. Das Kesselhaus ist ein Industriedenkmal. Die Leute sollen hier ein Clubfeeling bekommen und nicht beim Tanzen gestört werden. Sie drehen sich um und bekommen direkt etwas zu trinken. Der Laden wird daher zwei Zonen haben. Unten die Fast-Zone, hier gibt es die schnelleren Getränke. Drinks, die mit mehr Aufwand verbunden sind, wird es oben auf der Empore geben. Im Zentrum des Geschehens steht dann klar die Tanzfläche, an die DJ-Kanzel und Bar grenzen.

In Frankfurt gibt es für jeden Musikgeschmack einen Club. Welche Musik soll in der Freiheit 2112 laufen?

Ein Jahr hat aber nur 52 Wochenenden, so dass man nicht die ganze Welt einladen kann. Wir wollen uns nicht nur alleine dem Hype unterordnen. Dafür haben wir tolle Booker: Andreas Braun aka Kenny Leaven ist unter anderem für die Bayou Eventreihe verantwortlich. Ebenfalls mit an Bord ist Clarissa Lach, die Mitveranstalterin des Offenbacher „See Us There“ Open Air. Sie ist gut in der Stadt verwurzelt.

Was bedeutet das für das Eröffnungswochenende?

Zum Start am Freitag haben wir das junge Hamburger House-Duo Session Victim gebucht, einen Tag später ist Robert Owens eingeladen. Er ist unprätentiös, entspannt, sehr professionell und hat eine sehr schöne Stimme. Er macht nicht so ein Bumms-Wallera, bei dem die Leute mit CO2-Kanonen zu einem Electro-Quietschesound tanzen müssen. Es ist Erwachsenen-House, und darauf freuen wir uns sehr.

Mit der „Freiheit 2112“ soll das Gelände neu belebt werden. Warum genau dieser Name?

21 Zoll steht für die Größe des Basses, 12 Zoll für die Größe der Top-Teile der Soundanlage. Diese steht im Fokus und gibt den DJs die Voraussetzung, ihren eigenen, geilen Sound zu spielen. Dann sollen sich die Leute hier frei fühlen, ohne jemandem etwas beweisen zu müssen. Unser Techniker meint dazu: „Früher war es egal, ob du Banker oder was auch immer warst. Wenn du Mitte der 90er auf eine Technoveranstaltung gegangen bist, ging es um die Musik.“ Und das ist auch unser Ziel.

Sie sind auch als DJ unter dem Namen „Mark Klark“ unterwegs. Wann legen Sie das erste Mal in der Freiheit 2112 auf?

Das ist eine echt gute Frage. Generell bin ich wirklich heiß darauf, aber am Ende des Monats muss einer für den Club gerade stehen, und das ist meine eigentliche Aufgabe. Bei der Freiheit 2112 ist es definitiv nicht wichtig, welche Ziele ich als Musiker verfolge.

Quelle: op-online.de

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