Umzug nach Afrika zu teuer und beschwerlich

Frankfurter Nashörner gehen nicht auf Reisen

Bloß kein Stress: Spitzmaulnashorn-Dame Tsororo bleibt im Frankfurter Zoo. Foto: dpa

Frankfurt Die beiden Spitzmaulnashörner des Frankfurter Zoos gehen doch nicht mehr auf Reise. Die geplante Übersiedlung in ein afrikanisches Schutzgebiet wurde abgeblasen. Der Transport sei zu teuer und zu beschwerlich für die Tiere, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch.

Die 1986 geborene „Tsororo“ und der ein Jahr jüngere Bulle „Kalusho“ sollen nun bis an ihr Lebensende im Zoo bleiben, wo sie schon seit 20 Jahren leben, betreut von Pfleger Karlheinz Jahnel.

Beide Tiere sind Wildfänge und stammen aus Simbabwe. „Sie haben noch gut und gerne zehn bis zwölf Jahre vor sich“, sagte Niekisch. In Frankfurt leben sie nicht zusammen in einem Gehege - Nashörner sind Einzelgänger.

Spitzmaulnashörner gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. Deshalb sollte Bulle „Kalusho“ zur Arterhaltung beitragen und in einem Schutzgebiet in Swasiland für Nachwuchs sorgen. Damit „Tsororo“ nicht allein zurückbleibt, sollte sie mit umziehen. Sie hatte zuletzt 2001 ein Junges zur Welt gebracht, das bereits in Afrika lebt.

Der Umzug war schon im Jahr 2012 geplant und dann zunächst verschoben worden. Die Kosten seien um 40 Prozent auf rund 70 000 Euro gestiegen, die Mehrkosten hätte der Zoo nicht tragen können, sagte Niekisch. Außerdem hätte der Transport mit Flugzeug und Lkw und wegen des geänderten Flugplans zwölf Stunden länger gedauert als ursprünglich geplant. Ob das gut gegangen wäre, ist unsicher. „Die neue Reisedauer ist den beiden Tieren nicht zuzumuten“, sagte Niekisch. dpa

Quelle: op-online.de

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