Frankfurter Rundschau

Gläubiger genehmigen Verkauf der Zeitung

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Frankfurt - Die Übernahme der insolventen „Frankfurter Rundschau“ ist jetzt auch nach dem Insolvenzrecht in trockenen Tüchern. Die Gläubiger des Traditionsblattes genehmigten heute abschließend den Verkauf der Zeitung.

Von den rund 1200 eingeladenen Gläubigern - darunter Mitarbeitern, Leasingfirmen und Lieferanten - waren allerdings nur etwa 20 nach Frankfurt gekommen. "Das zeigt uns, dass die Informationspolitik gut funktioniert hat und es nur wenige ausstehende Fragen gibt", sagte Insolvenzverwalter Frank Schmitt, der von den Gläubigern im Amt bestätigt wurde. Er ist somit auch für die Abwicklung des noch verbleibenden "FR"-Besitzes zuständig.

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Die "FR" war nach millionenschweren Verlusten von der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" GmbH ("FAZ") und der Frankfurter Societät GmbH übernommen worden. Nach der Insolvenz waren allerdings nur 28 der einst rund 450 "FR"-Mitarbeiter von den neuen Besitzern übernommen worden. Sie sollen die Zeitung unter dem Dach der neu gegründeten "Frankfurter Rundschau" GmbH als unabhängige und linksliberale Zeitung weiterführen. Neue "FR"-Gesellschafter sind neben der Frankfurter Societät mit 55 Prozent der Anteile auch der "FAZ"-Verlag (35 Prozent) sowie mit 10 Prozent die Karl Gerold Stiftung.

Für die ebenfalls vom Aus bedrohte frühere Druckerei der "FR" sieht Insolvenzverwalter Schmitt trotz der Zeitungspleite noch Chancen. "Wir sammeln alles, was wir an kreativen Möglichkeiten bekommen könne", sagte er auf Anfrage. "Und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Druckerei an einen oder mehrere neue Besitzer übergeben zu können." Möglich sei es in diesem Fall auch, dass einige einstige Mitarbeiter übernommen würden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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