Rettung in letzter Minute

Frankfurterin nach Schiffsunglück wieder zu Hause

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Die erschöpften Touristen kurz nach ihrer Rettung.

Frankfurt - In letzter Minute gerettet: Zwei nach 40 dramatischen Stunden im Meer vor Indonesien gerettete deutsche Frauen sind wieder in Deutschland.

Sie sei "körperlich in Ordnung, aber unglaublich erschöpft", sagte Lisa Steinmetz aus Frankfurt am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. "Die Lehre aus dieser Erfahrung ist für mich: unbedingt fit bleiben, sonst überlebt man so etwas nicht."

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Steinmetz (29) ist Lehrerin und unterrichtet an einer Gesamtschule in Frankfurt Chemie, Biologie und Englisch. Sie war mit ihrer Studienfreundin Caroline Schön (27) aus Speyer auf einer Reise durch Malaysia und Indonesien. Ein viertägiger Trip zu den Komodo-Inseln östlich von Bali wurde für sie zum Alptraum, als das Schiff vergangenen Samstag unterging. An Bord waren 20 Touristen und fünf Besatzungsmitglieder. 23 wurden gerettet, zwei Spanier werden seither vermisst.

"Panik kam nicht auf, dank eines Niederländers, der war Flugbegleiter und hatte Überlebenstraining gehabt", sagte Steinmetz. Er sorgte dafür, dass die Schiffbrüchigen Seile vom Boot mitnahmen. "Damit haben wir uns an das Rettungsboot gehängt". Das Boot reichte nur für sechs Leute. Die Überlebenden wechselten sich darin ab. Sie paddelten und schwammen zwei ganze Tage und eine Nacht. "Wir waren am Ende und uns war klar: eine weitere Nacht überleben wir nicht", sagte Steinmetz. "Entweder wir erfrieren oder verdursten." Bei Sonnenuntergang des zweiten Tages kamen zwei Fischerboote vorbei, die die Leute retteten.

dpa

Quelle: op-online.de

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