IHK-Geschäftsklimaindex über Hessens Durchschnitt

Frankfurts Firmen zuversichtlich

Frankfurt - Der Konjunkturmotor im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt läuft trotz unruhiger Zeiten rund. „Die Stimmung in den Unternehmen ist im Hessenvergleich überdurchschnittlich gut“, erklärte IHK-Präsident. Von Marc Kuhn 

Mathias Müller zur Konjunkturumfrage der Kammer. „Der IHK-Geschäftsklimaindex liegt in Frankfurt, im Hoch-Taunus- und Maintaunuskreis mit 127 Punkten satte sechs Punkte über dem hessischen Durchschnittsniveau.“ 92 Prozent der Firmen würden ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend bewerten, lediglich acht Prozent als schlecht. Auch für die nächsten Monate überwiege der Optimismus. Nur elf Prozent der Unternehmen würden eine Verschlechterung ihrer Lage befürchten. 27 Prozent der Betriebe gingen hingegen von einer günstigeren Entwicklung aus. „Für die kommenden Monate rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahl und der Investitionstätigkeit in der Region“, sagte Müller.

25 Prozent der Firmen möchten neue Arbeitsplätze schaffen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im Frühsommer. Der Anteil derjenigen, die Stellen streichen möchten, liegt bei elf Prozent, plus zwei Punkte. „Das Investitionsvolumen in den Unternehmen des IHK-Bezirks dürfte in den kommenden Monaten leicht zunehmen“, berichtete die kammer. Jeder vierte Betrieb plane eine Ausweitung der Investitionstätigkeit, nur 14 Prozent wollten Investitionen zurückfahren.

„In der Industrie des IHK-Bezirks sind die Auftragseingänge aus dem Inland zuletzt leicht gestiegen. Hingegen hat sich die Auftragssituation aus dem Ausland verschlechtert“, hieß es weiter. Das dürfte auf die konjunkturelle Abschwächung in den Schwellenländern zurückzuführen sein. „Dennoch ist die Stimmung in den Industriebetrieben nach wie vor positiv.“ 93 Prozent der Betriebe beurteilten die aktuelle Situation als gut oder zumindest befriedigend. Lediglich acht Prozent würden eine Verschlechterung der Geschäftslage in den nächsten Monaten befürchten. „Positiv ist derzeit die Auftragslage im Baugewerbe, insbesondere im Ausbaugewerbe“, erläuterte die IHK. Jedes zweite Unternehmen beurteilte die aktuelle Geschäftslage als gut. Sorgen bereite der Branche aber zunehmend die Höhe der Arbeitskosten. Mehr als jedes zweite Bauunternehmen sehe hierin eines der Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Deutlich besser als im hessischen Durchschnitt sei die Stimmung in der Finanzwirtschaft in Frankfurt, erklärte die Kammer. 69 Prozent der Kreditinstitute und 61 Prozent der Finanzdienstleister beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Nicht so günstig, aber überwiegend zufriedenstellend, sei die Lage in der Versicherungswirtschaft, wo das Neugeschäft schleppend verlaufe.

Quelle: op-online.de

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