Frankfurts Skyline wächst weiter

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Die Animation zeigt Christoph Mäcklers Vorschlag für das „MainTor Panorma“.

Frankfurt ‐ Der Wettbewerb für die Bebauung des früheren Degussa-Geländes in der Frankfurter Innenstadt ist entschieden. Von Christian Riethmüller

Die beiden Hochhäuser „WinX“ und „MainTor Panorama“ sollen nach den Entwürfen der Frankfurter Architekturbüros KSP Jürgen Engel Architekten und von Christoph Mäckler Architekten errichtet werden. Diese Empfehlung sprach die Jury des architektonischen Gutachterverfahrens aus, bei dem die Vorschläge von insgesamt sieben Architektenbüros für das geplante Quartier mit Namen „MainTor“ überprüft wurden.

Zu dem Wettbewerb hatte der in Frankfurt ansässige Immobilienentwickler DIC (Deutsche Immobilien Chancen) eingeladen, dem das frühere Degussa-Areal mittlerweile gehört. DIC will auf dem zwischen Untermainkai, Neuer Mainzer Straße, Weißfrauenstraße und Seckbächergasse gelegenen Gelände sowohl Büroflächen als auch hochwertige Wohnungen errichten lassen.

Städtebauliche Torsituation

Die Animation zeigt Jürgen Engels Entwurf für den Büroturm „WinX“.

Prägnanteste Gebäude des Quartiers sollen der 100 Meter hohe Büroturm „WinX“ , der nach einem Entwurf von Jürgen Engel gebaut wird, und das 64 Meter hohe „MainTor Panorama“ werden. Hier hat sich die Jury unter Vorsitz des Darmstädter Professors Johann Eisele für Christoph Mäcklers Vorschlag entschieden, der mit der „filigranen Proportion zum benachbarten Turm der Schweizer National“ die städtebauliche Torsituation von der Untermainbrücke kommend sehr elegant löst. Die Jury hob außerdem hervor, dass sich die beiden neu zu errichtenden Gebäude in der Grobstruktur der Fassade ähnelten und deshalb gut ergänzten.

Für den kleineren der beiden Türme ist zwar auch noch ein Entwurf des in Berlin und Frankfurt ansässigen Büros Dudler Happ Architects im Rennen, doch dürfte nach der Empfehlung der Jury die Wahl auf die Kombination Engel/Mäckler fallen. Die beiden Architekten würden damit ihre jeweiligen Erfolgsgeschichten fortschreiben. Fast alle wichtigen Frankfurter Hochhausbauten der vergangenen fünf Jahre stammen von Engel (etwa die Türme des Palais-Quartiers) und Mäckler (etwa Opernturm und „T185“).

Wie DCI und Stadt Frankfurt bekannt gaben, ist wohl im Frühjahr 2010 mit dem Bescheid über den Bebauungsplan für das Degussa-Gelände zu rechnen. Dann könnte auch mit ersten Abrissarbeiten und Baumaßnahmen im Nordosten des Areals begonnen werden. Weil die Degussa noch bis Ende 2010 in einigen Gebäuden auf dem Gelände residieren wird, dürfte die weitere Neubebauung erst im Frühjahr 2011 beginnen.

Mit der Fertigstellung des gesamten Quartiers ist voraussichtlich frühestens Ende 2013 zu rechnen.

Quelle: op-online.de

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