Luxusflug-Affäre

Kommentar: Bischof ohne Gespür

Frankfurt - Franz-Peter Tebartz-van Elst hat es sicher nicht leicht, wenn alle Welt ihn mit dem von vielen Gläubigen verehrten Vorgänger Franz Kamphaus vergleicht. Tebartz-van Elst ist wahrlich nicht der einzige Oberhirte mit PS-starkem Dienstwagen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Das Problem des neuen Bischofs ist vielmehr sein gesamter Auftritt, den viele in seinen Gemeinden als konservativ, autoritär, ritualisiert und damit den Menschen letztlich wenig zugewandt empfinden.

Der Bischof ist seit sechs Jahren im Amt, und Kritik aus seiner Mitarbeiterschaft und den Gemeinden flammt immer wieder auf. In Zeiten nachlassenden Interesses an Kirche müsste ihm das zu denken geben. Man läuft nicht gleich dem Zeitgeist hinterher, wenn man Bedürfnisse der Menschen in einer modernen Gesellschaft ernst nimmt.

Abgehobener Luxusflug

Wie abgehoben der 52-Jährige agiert, zeigt der Luxusflug. Egal, wer ihn bezahlt hat: Muss sich einer nicht schämen, der christliche Nächstenliebe predigt und auf dem Weg in die Slums mal eben umbucht in die Luxusklasse?

Quelle: op-online.de

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