Fluglärm

Höhere Gebühren für laute Flugzeuge

Frankfurt - Höhere Gebühren für Starts und Landungen soll es ab Januar für laute Flugzeuge am Frankfurter Flughafen geben. Ein Antrag des Flughafenbetreibers Fraport sei beim hessischen Wirtschaftsministerium eingegangen.

Laute Flugzeuge sollen am Frankfurter Flughafen von Januar an höhere Gebühren für Starts und Landungen zahlen. Ein entsprechender Antrag des Flughafenbetreibers Fraport sei beim hessischen Wirtschaftsministerium eingegangen, berichtete die „Frankfurter Rundschau“ gestern mit Bezug auf einen Sprecher des Ministeriums.

Die Lufthansa widersprach unterdessen Darstellungen, sie wolle grundsätzlich 20 oder 30 Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Flughafen. Es gehe der Airline um Regelungen für Extremsituationen, sagte Passage-Vorstand Kay Kratky der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Fraport will der „Rundschau“ zufolge die Entgelte für laute und leise Maschinen mehr spreizen als bisher. Der vom Lärm abhängige Anteil der Gebühren soll von 6 auf 14 Prozent steigen. Als Folge würde der Aufenthalt für einen Jumbo-Jet vom Typ Boeing 747-400 teurer, während wegen der ebenfalls veränderten Grundentgelte für einen Airbus A380 weniger zu zahlen sei als bislang. Die Spreizung der Lärmentgelte war im Rahmen der „Allianz für Lärmschutz“ zwischen Landesregierung und Luftverkehrswirtschaft fest vereinbart worden.

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Lufthansa-Vorstand Kratky sagte der „FAZ“, sein Unternehmen nehme den Lärmschutz und das Nachtflugverbot ernst. Es habe die Startzeiten in Frankfurt für die späten Verbindungen vorverlegt. So seien planmäßig alle Flugzeuge lange vor 23 Uhr, also vor Beginn des Nachtflugverbots, in der Luft. Der letzte Interkontinentalflug verlasse um 22.15 Uhr das Gate. Zuvor seien die Maschinen um 22.50 Uhr von der Gebäudeposition in Richtung Startbahn losgerollt. Die letzten kontinentalen Flüge verließen gegen 22.30 Uhr das Gate, bevor sie etwa 15 Minuten später in der Luft seien.

Das zeige, dass man schnell und entschieden die Anforderungen des Nachtflugverbots erfüllt habe und alle Möglichkeiten zur zeitlichen Pufferung nutze, sagte Kratky. Damit befinde sich die Lufthansa in der Praxis sogar ziemlich genau auf der Linie, die auch harte Kritiker vertreten.

dpa

Quelle: op-online.de

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