Fraport setzt bereits auf Ruhephasen

Offenbach - Die Idee, durch abwechselnde Nutzung von Bahnen für Lärmpausen zu sorgen, ist nicht neu. Der Flughafen setzt seit Monaten auf das Bündeln von Starts auf bestimmten Bahnen in den Morgenstunden. Das Verfahren nennt sich „Dedicated Runway Operations“, kurz DROps.

„Dadurch entstehen Ruhephasen“, heißt es auf der Fraport-Homepage. Als Folge nennt das Unternehmen selbst bereits, was Schwarz-Grün jetzt als Kompromiss präsentiert: „Verlängerung der Nacht um eine Stunde im täglichen Wechsel unter den Abflugrouten“. Weiter heißt es: „Die Gesamtlärmbelastung im Abflug kann so gemindert werden. “ In den zwei Randstunden um das sechsstündige Nachtflugverbot herum dürfe die Kapazität des Flughafens ohnehin nur eingeschränkt genutzt werden, so der Flughafenbetreiber: Erlaubt sind laut Planfeststellung in den beiden Stunden zusammen 133 Starts und Landungen statt 252 (2 mal 126) Flugbewegungen am Rest des Tages nach Vollausbau. Bereits heute würden Starts in schwachen Verkehrszeiten unter Lärmgesichtspunkten auf jeweils nur eine Bahn gelegt, um die Anrainer der anderen Piste zu schonen.

DROps hat für Fraport den Vorteil, dass es den Betrieb nur bündelt, nicht aber während einer längeren Nachtpause von sieben statt wie bisher sechs Stunden untersagt. Die Flugsicherung kann so davon abweichen, wenn sie es für nötig hält.

(psh)

Quelle: op-online.de

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