Fluglärm: Fraport setzt auf Dialog mit Bürgern

Frankfurt (isi) - Gesucht werden kommunikationsstarke Persönlichkeiten mit Durchsetzungsvermögen, die auch vor raueren Auseinandersetzungen nicht zurückschrecken?

Diese Anforderungen hätte die Fraport AG an jene Freiwilligen stellen können, die in den nächsten Wochen in delikater Flughafenausbau- und Lärmschutz-Mission in der Rhein-Main-Region unterwegs sein werden.

Hat der Frankfurter Flughafenbetreiber aber nicht, sondern nach Angaben seines Sprechers Jürgen Harrer lediglich in der Fraport-Belegschaft nachgefragt, welche Mitarbeiter bereit wären, mit dem „Fraport-Info-Mobil“ in besonders von der Erweiterung des Flughafens betroffene Kommunen zu reisen und dort mit der möglicherweise erbosten Bevölkerung den Dialog zu suchen. Gemeldet hätten sich Beschäftigte aus allen Bereichen des Unternehmens, die in den vergangenen Wochen für die Aufgabe geschult worden seien, Fragen der Bürger etwa zu Flugrouten, Lärmprognosen, aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen, zur „Task Force Flugwegoptimierung“ und der weiteren Entwicklung des Flughafens zu beantworten.

Reaktivierung des Info-Mobils

Wie Fraport-Chef Stefan Schulte gestern in Frankfurt betonte, seien die Mitarbeiter am Info-Mobil weder „Kommunikationsprofis noch Konfliktmanager“, sondern wollten mit ihrem Einsatz zu einer „Versachlichung der Diskussion gerade auch im privaten Umfeld beitrage“, da die meisten Freiwilligen selbst in der Region leben.

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Wie Schulte weiter sagte, solle mit der Reaktivierung des Info-Mobils, das vor zehn Jahren erstmals zum Einsatz gekommen war, auch dafür geworben werden, dass es in einigen bisher vom Fluglärm geplagten Gebieten zu Entlastungen gekommen sei. „Belastungen und Entlastungen kompensieren sich“, sagte Schulte. Das Info-Mobil startet seine Tour durch die Region an diesem Freitag, 4. November, in Flörsheim. Am Freitag, 18. November, macht es von 14 bis 18 Uhr Halt in Offenbach, Berliner Straße 50/52. Am Samstag, 19. November, steht das Mobil von 10 bis 14 Uhr am Diesterwegplatz in Sachsenhausen.

Quelle: op-online.de

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