Bauantrag eingereicht / 2015 soll’s losgehen

Fraport stellt Weichen für Terminal 3

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Mit dem Bauantrag für Terminal 3 hat Fraport die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.

Frankfurt - Unmittelbar vor der hessischen Landtagswahl hat der Flughafenbetreiber Fraport gestern bei der Stadt Frankfurt den Bauantrag für das umstrittene dritte Passagier-Terminal gestellt. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Der Bau ist Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses zum Ausbau des Frankfurter Flughafens. Gleichwohl ist seine Notwendigkeit umstritten. Die Grünen und die Linken in Hessen, aber auch die SPD-Fraktion im Römer lehnen den Bau ab. SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel will die Notwenigkeit überprüfen lassen. Damit geht er auch einen Schritt auf die lärmgeschädigten Bewohner der Rhein-Main-Region zu, denen er einen neuen Flughafen-Dialog zugesagt hat.

Die Fraport will das Terminal, in dem im Endausbau 25 Millionen Passagiere abgefertigt werden sollen, nach Bedarf ausbauen. Im ersten Abschnitt soll auf einer Grundfläche von 90 000 Quadratmetern im Süden des Flughafengeländes ein zentrales Terminalgebäude mit zwei Flugsteigen und einer Kapazität von 14 Millionen Passagieren im Jahr gebaut werden.

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Fraportchef Stefan Schulte sagte, alle Prognosen bestätigten die Erwartung eines nachhaltigen Wachstums in Frankfurt. Die aktuelle Analyse und Prognose der Verkehrsentwicklung geht davon aus, dass die derzeitigen Kapazitäten in Terminal 1 und Terminal 2 noch etwa für die nächsten sieben bis acht Jahre ausreichen.

Der Baubeginn für Terminal 3 ist 2015 geplant, der erste Bauabschnitt soll 2021 in Betrieb genommen werden. Um das neue Terminal mit den Gebäuden auf der Nordseite zu verbinden, werden die Gepäckförderanlage und die Skyline-Bahn für Passagiere, die bereits Terminal 1 und 2 verbindet, erweitert. Das Terminal bekommt zwar einen eigenen Autobahnanschluss, ein S-Bahnanschluss ist jedoch noch lange nicht in Sicht.

Quelle: op-online.de

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