Grünen haben den höchsten Frauenanteil

Frauenquote bei hessischer Kommunalwahl leicht gestiegen

Offenbach - Zu den hessischen Gemeindewahlen am 6. März 2016 kandidieren insgesamt rund 42.600 Personen, darunter gut 11.800 Frauen - das sind knapp 28 Prozent.

Im Vergleich zu den Gemeindewahlen 2011 stieg der Frauenanteil um rund zwei Prozentpunkte, wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt. Demnach haben von den im Landtag vertretenen Parteien die Grünen mit gut 43 Prozent den höchsten Frauenanteil. Überdurchschnittlich viele Frauen treten auch bei der Linken an: Rund 39 Prozent der Kandidaten sind weiblich. Die FDP liegt mit gut 28 Prozent im Durchschnitt, die SPD (27,1 Prozent) knapp darunter. Der Anteil der Bewerberinnen bei der CDU fällt im Parteienvergleich mit gut 24 Prozent am niedrigsten aus. Alle fünf Parteien haben die Frauenquote im Vergleich zu 2011 erhöht, am stärksten die SPD (plus 2,2 Prozentpunkte).

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Für die Kreistagswahlen wurden insgesamt rund 8300 Personen nominiert. Der Anteil der Kandidaturen von Frauen ist mit rund 29 Prozent geringfügig höher als 2011 (rund 28 Prozent). Die Grünen führen auch hier mit knapp 43 Prozent die Rangliste an. Mit Abstand folgen die Linke (33,8), SPD (32,0), CDU (28,1) und FDP (24,4 Prozent). Im Vergleich zu 2011 blieb die Frauenquote der Grünen nahezu unverändert, die der anderen Parteien erhöhten sich leicht. Neben diesen fünf im Landtag vertretenen Parteien bewirbt sich erstmals auch die AfD in den Kreistagen – mit Ausnahme des Werra-Meißner-Kreises – um ein Kreistagsmandat. Der Anteil der Kandidaturen von Frauen beträgt knapp 20 Prozent. Die Freien Wähler treten im Landkreis Marburg-Biedenkopf und im Vogelsbergkreis als Partei sowie in 18 Landkreisen (außer Landkreis Fulda) als Wählergruppen an. Die Frauenquote liegt wie bei der AfD bei knapp 20 Prozent.

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275.000 Hessen mit deutschem Pass dürfen in diesem Jahr zum ersten Mal an einer landesweiten Wahl teilnehmen. Zudem dürfen 360.000 nichtdeutsche EU-Staatsangehörige ihre Kreuze machen. Das sind knapp acht Prozent aller Stimmberechtigten. Die größte Gruppe dieser Wahlberechtigten sind demnach polnische Staatsangehörige mit knapp 18 Prozent vor Italienern (17 Prozent) und Kroaten (10 Prozent).

cz

Quelle: op-online.de

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