Freie Hand beim Budget

Rödermark/Hanau - Mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung für Schulen: Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hat die 24 Schulen bekannt gegeben, die ab dem 1. Februar 2012 den Status „Selbstständige Schule“ (SES) erhalten sollen. Von Peter Schulte-Holtey

Den Zuschlag bekommen haben auch die Hohe Landesschule (Gymnasium) in Hanau und die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule (Gesamtschule Sekundarstufe II) in Rödermark. Diese Schulen erhalten mehr Freiheiten bei der Unterrichtsgestaltung, bei der Organisation des Schulbetriebs sowie der Haushalts- und Personalführung.

„Die Entwicklung und Umsetzung eines hessischen Konzepts zur Selbstständigen Schule ist eines der großen schulpolitischen Ziele dieser Landesregierung“, erläuterte die Ministerin ihr Vorhaben. Viele Schulen hätten bereits erfolgreich Erfahrungen in der Bewirtschaftung des sogenannten „Kleinen Budgets“ gesammelt.

Wohlwollend reagierte der Hessische Philologenverband, die Vertretung der Gymnasiallehrer. Das „kleine Schulbudget“ habe sich ja bereits bewährt, stellte Verbandschef Knud Dittmann fest. Die Arbeit damit sei unbürokratisch; der Stand von Planung und bereits erfolgten Ausgaben ist jederzeit übersichtlich. Von Vorteil sei auch, „dass die Schulen bereits zu Beginn des Haushaltsjahres wissen, wieviel Geld ihnen für die vier Bereiche „Lernmittel“, „Verlässliche Schule“, „Fortbildungsbudget“ sowie „IT-Mittel“ zur Verfügung stehen“. Dittmann, er ist auch Leiter der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich, gibt aber zu bedenken: „Manche Schulen, die derzeit das „Kleine Budget“ bewirtschaften, würden nun gerne das „Große Budget“ in Angriff nehmen und sind enttäuscht, dass das Kultusministerium hierfür nur für eine sehr begrenzte Zahl von Schulen vorsieht.“

Die SES erhalten das sogenannte „Große Budget“. Sie können über freie Personalmittel eigenverantwortlich verfügen und Personal für erweiterte pädagogische Aufgaben einstellen.

Quelle: op-online.de

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