Streit um ehemaliges „Kingka“

„Freiheit 2112“ setzt sich unschönes Denkmal

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Verwüstet und ausgeräumt soll der ehemalige Club-Betreiber die Räume auf dem Union-Gelände hinterlassen haben.

Frankfurt - Er hatte Großes geplant, jeder sollte willkommen sein und die Gäste sollten sich frei fühlen im neuen Club „Freiheit 2112“, der vergangenes Jahr im September in den Räumen des legendären King Kamehameha-Clubs an der Hanauer Landstraße in Frankfurt eröffnet worden war. Von Khang Nguyen

Nun sorgt der DJ und Club-Betreiber Marcus Rudloff auf andere Weise für Schlagzeilen. Der Projektentwickler Ardi Goldman, Besitzer der Immobilie, in der sich das „Freiheit 2112“ befindet, erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Mieter. Die Kühlschränke seien herausgerissen worden, die Musikanlage spurlos verschwunden, auch von der Lichtanlage fehle jede Spur, schreibt Goldman in einer E-Mail, in der er Geschäftspartner vor Rudloff warnt. Goldman ist der Ansicht, der Club sei mutwillig zerstört worden und weist auf Fotos hin, die die Verwüstung dokumentieren sollen. „Der ganze Club ist stromlos gestellt und lüftungstechnisch betriebsunfähig gemacht worden“, erklärt Goldman auf Nachfrage. Er glaubt, dass ihm mit dieser Aktion auch persönlich geschadet sollte.

Selbst Thekenelemente und WC-Anlagen seien sinnlos zerstört worden. Goldman geht von einer Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich aus. Nach Angaben Goldmans, der selbst Hotels, Restaurants und Bars betreibt, soll sowohl für den Club wie auch für die zur Liegenschaft gehörende Wohnung mit den Mietzahlungen über fünf Monate im Rückstand sein. „Genau in dieser Zeit, wo sich die meisten Mieter und der Hausmeister nicht auf dem Gelände befanden, hat er den gesamten Club ausräumen lassen, beschädigt und zerstört zurückgelassen“, klagt Goldman, der rechtlich gegen Rudloff vorgehen will.

Ehemaliges „Kingka“: Bilder zeigen Verwüstung im Frankfurter Club

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Nach Angaben seines Sekretariats hat er bereits die Polizei eingeschaltet und hohe Mietschulden geltend gemacht. Nach Informationen des Stadtmagazins „Journal Frankfurt“ sollen auch einige DJs und freie Mitarbeiter des Clubs nicht bezahlt worden sein. Mögliche Nachmieter, die den Club übernehmen möchten, müssen sich gedulden. Die Renovierungsarbeiten würden dauern, auch weil sich Goldman derzeit nicht um die Angelegenheit kümmern kann. Der Immobilienspezialist muss sich selber gerade als Angeklagter in einem Korruptionsprozess verantworten. Marcus Rudloff hat bisher zu den Vorwürfen keine Stellung genommen. Unter den der Redaktion vorliegenden Telefonnummern war er nicht erreichbar.

Quelle: op-online.de

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