Freispruch nach Messerattacke auf Ex-Freund

Frankfurt - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf ihren Ex-Freund ist eine Frau vom Vorwurf des Totschlagsversuchs freigesprochen worden.

Das Landgericht Frankfurt schloss in seinem Urteil am Dienstag nicht aus, dass die 36 Jahre alte Kosmetikern in Notwehr gehandelt hatte, nachdem sie der körperlich überlegene Mann während eines Streits im Oktober 2006 in ihrer Wohnung geschlagen hatte. Dabei waren beide betrunken. Obwohl sie der Mann zuvor zweimal vergewaltigt hatte und dafür zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hatte die Frau ihn wieder bei sich aufgenommen. Durch den Messerstich in der Nähe des Herzens wurde der Mann lebensgefährlich verletzt.

Nach der Attacke hatte er zunächst die Haftstrafe wegen der Vergewaltigungen verbüßt. Zwischenzeitlich wurde er in seine Heimat nach Kroatien abgeschoben, weshalb er dem Gericht nicht als Zeuge zur Verfügung stand. Die Aussage der Frau wurde von den Richtern als glaubwürdig eingeschätzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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