Friedrich-Stoltze-Brunnen kehrt an seinen Platz in der Altstadt zurück

Weiterer Mosaikstein in Frankfurt

Der restaurierte Stoltze-Brunnen im Herzen der neuen Frankfurter Altstadt: „Der lebte nicht vergebens, auch ihm sei Dank u. Sang, wer um den Ernst des Lebens, den Menschen Rosen schlang“ ist auf der Säule eingemeißelt.  J Foto: dpa
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Der restaurierte Stoltze-Brunnen im Herzen der neuen Frankfurter Altstadt: „Der lebte nicht vergebens, auch ihm sei Dank u. Sang, wer um den Ernst des Lebens, den Menschen Rosen schlang“ ist auf der Säule eingemeißelt.

Frankfurt - Die rekonstruierte Frankfurter Altstadt, die im Herbst 2018 offiziell eröffnet werden soll, ist um einen Mosaikstein reicher: Gestern hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auf dem Hühnerplatz den restaurierten Friedrich-Stoltze-Brunnen enthüllt. Von Christoph Zöllner

Der im Jahr 1895 eingeweihte Brunnen war von dem Frankfurter Bildhauer Friedrich Schierholz im Stil der Neo-Renaissance entworfen worden. Nach den Luftangriffen 1944 wurde das Denkmal mit der Bronze-Büste vom zerstörten Hühnermarkt abgebaut. Von 1981 bis 2016 stand es hinter der Katharinenkirche auf dem Friedrich-Stoltze-Platz. Nun ist es an seine alte Stelle – zwischen Schirn und Dom – in der Altstadt zurückgekehrt.

Dort hatte der Mundartdichter und Freiheitskämpfer Stoltze (1816-1891) Kindheit und Jugend verbracht. „Friedrich Stoltze ist auch heute noch für viele Menschen ein Vorbild“, sagte Feldmann. Er stehe in der freiheitlichen Tradition der Mainmetropole und habe sich stark für die Menschen- und Bürgerrechte eingesetzt. Das Stoltze-Museum, das sich mit seinem Leben und Werk befasst, soll in unmittelbarer Nähe des Brunnens bis 2018 seine neue Heimat finden. „Die Frankfurter werden diesen Platz lieben“, so Feldmann.

Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der mit dem Projekt betrauten DomRömer GmbH, rechnet damit, dass im April nächsten Jahres die ersten von 80 Wohnungen in der neuen Altstadt bezogen werden. Dann könnten endlich auch Besucher durch die Gassen laufen, während noch die Innenausbauten der neuen alten Häuser erfolgen. „Bis September soll alles fertig sein“, sagte Guntersdorf, demzufolge die Bauarbeiten in enger Abstimmung mit Brandschutz-Experten erfolgen. So sollten Probleme bei der Abnahme wie etwa bei beim Flughafen BER ausgeschlossen sein.

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