Al-Wazir legt Konzept für Flugbetrieb vor

Im Frühling gibt’s neue Lärmpausen

Wiesbaden - Es ist vollbracht. Seit gestern liegt eines der wichtigsten Vorhaben der schwarz-grünen Koalition in Hessen auf dem Tisch: das Konzept der „Lärmpausen“. Mit ihm soll den Anwohnern des Frankfurter Flughafens eine siebenstündige Nachtruhe verschafft werden. Von Michael Eschenauer 

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) präsentierte das komplizierte System, mit dem sich das bestehende Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr faktisch um eine Stunde von sechs auf sieben Stunden verlängern lässt, im Landtag. Das Prinzip basiert auf einer Konzentration insbesondere der landenden Flugzeuge auf bestimmte Landebahnen, sodass auf anderen der Luftverkehr ruhen kann - mit entsprechender Entlastungswirkung für die darunterliegenden Städte.

Allerdings handelt es sich nur um Vorschläge, die nun in die öffentliche Diskussion gehen. „Im Ergebnis hätte ein Teil der Anwohner von 22 bis 5 Uhr, der andere von 23 bis 6 Uhr sieben Stunden Ruhe“, so der Minister. Al-Wazirs Vorstoß umfasst fünf Modelle, von denen eines Ende März 2015 in eine einjährige Versuchsphase gehen soll. Das „Lärmpausen“-Konzept entstand in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport, der Lufthansa und der Deutschen Flugsicherung. Die Vorschläge sollen ab sofort in der Fluglärmkommission, im Forum Flughafen und Region, in Kommunen und Verbänden diskutiert werden. „Wir streben an, bis Ende des Jahres zu einer Entscheidung zu kommen“, sagte Al-Wazir. Er nannte die Lärmpausen ein wichtiges Vorhaben der Koalition von CDU und Grünen. Das Thema Lärmminderung des Koalitionsvertrags sei damit in ein Modell gefasst.

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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