Neues Luxushotel öffnet im Spätsommer

Fünf Sterne direkt am Opernplatz

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Nach langem und komplizierten Vorlauf geht das „Sofitel Frankfurt Opera“ am Opernplatz seiner Vollendung entgegen. Öffnen soll der opulente Komplex im Spätsommer.

Frankfurt - Ein wenig Phantasie ist nötig, um sich angesichts der grauen Betonwände und zahllosen Kabelstränge die gediegene Eleganz vorzustellen, in der das Foyer des Luxushotels „Sofitel Frankfurt Opera“ bald erstrahlen soll. Von Sonja Thelen

Im Spätsommer soll das Fünf-Sterne-Haus direkt am Opernplatz, zwischen Hochstraße und Anlagenring gelegen, eröffnen. Das kündigte Gregory Maliassas, Geschäftsführer von „Accor Deutschland und Österreich“, einer Firmengruppe, zu der auch die Marke „Sofitel“ gehört, bei einer Baustellenbegehung an.

Dann geht auch die mehr als zehn Jahre dauernde Entwicklung dieser zentralen Flächen zu Ende. 2005 hatte der einstige Eigentümer – der Energieversorger Mainova AG – einen Investorenwettbewerb ausgelobt. Doch erst Jahre später begannen die Bauarbeiten: Zunächst mussten Komplikationen zwischen Mainova und der Stadt Frankfurt geklärt werden. Denn an der Stelle befanden sich ein Umspannwerk und ein Bürohaus, das früher die Deutsche Flugsicherung genutzt hat. Unter der Erde in der Grünanlage wurde als Ersatz ein neues Umspannwerk errichtet. 2011 unterschrieb Accor den Vertrag. Archäologische Funde, Proteste von Anwohnern wegen Baulärm und -dreck sowie von Bürgern wegen des baulichen Eingriffs in den Anlagenring verzögerten die Fertigstellung weiter.

Entstanden ist ein eleganter Bau mit einer hellen Sandsteinfassade, der architektonisch mit dem Opernhaus und den Gründerzeitbauten harmoniere, erklärt Hoteldirektor Denis de Schrevel. Das Fünf-Sterne-Superior-Luxushotel umfasst 150 Gästezimmer (Größe ab 38 Quadratmeter), 30 Suiten und eine Präsidentensuite (120 Quadratmeter) samt einer 130 Quadratmeter großen Terrasse mit Skyline-Blick. Die Zimmer selbst sind als Kokons gestaltet: Wände, Türen und Möbel sind abgerundet. Außerhalb von Messezeiten starten die Zimmerpreise bei zirka 200 Euro. Als Reminiszenz an den Dichter Johann Wolfgang von Goethe wird sich das Thema „Goethe“ wie ein roter Faden durch das Hotel ziehen, erläutert Vertriebschef Steven Ostwald: mit Bildern und Zitaten aus Goethes Werk, die die Wände zieren, oder beim Namen des Restaurants „Schönemann“. Benannt nach Lili Schönemann, die als Goethes Verlobte in die Literaturgeschichte einging. Das Restaurant öffnet sich mit großer Glasfront und eigenem Eingang zum Opernplatz. Neben Frühstück, Mittag- und Abendessen wird es ein „Souper“ geben: warme Küche nach dem abendlichen Theater- oder Opernbesuch.

Auch verfügt das Sofitel über einen 2 500 Quadratmeter großen Spa- und Wellnessbereich im Untergeschoss, einen teilbaren Ballsaal, Konferenzräume und eine Bar. Nichts weniger „als das beste Hotel Frankfurts“ möchte das „Sofitel Opera“ werden, kündigte Gregory Maliassas an: „Es war lange Zeit unser Wunsch, in Frankfurt vertreten zu sein.“ Das Frankfurter Haus ist das fünfte Sofitel in Deutschland und könnte sich nach Ansicht des Accor-Geschäftsführers aufgrund seiner Top-Lage zum „Flagship-Hotel“ entwickeln.

Von montags bis freitags macht er sich um die Auslastung durch Businessgäste keine Sorgen. Schwieriger sei das am Wochenende: „Frankfurt ist keine Citybreak-Destination.“ Dann seien – auch in vergleichbaren Hotels – nur 40 bis 45 Prozent der Zimmer belegt. Daher möchte das „Sofitel Opera“ mit dem Thema „Kultur“ punkten und passende Übernachtungspakete schnüren. Zudem soll das „Schönemann“ die hungrigen Frankfurter locken.

Quelle: op-online.de

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