Funkelnde Lichter und Glühweinduft

Frankfurt - „Ja, is" denn scho" Weihnachten?“ Noch nicht, werter Herr Beckenbauer, doch die Zeichen mehren sich, dass die entscheidenden Wochen unmittelbar bevorstehen. Von Christian Riethmüller

In der Frankfurter Innenstadt etwa wird seit Montag eifrig gewerkelt, gehämmert und geklopft, um auf dem Römerberg, dem Paulsplatz und entlang der Neuen Kräme all die Buden zu errichten, aus denen ab nächsten Montag das Kunsthandwerk, die Kerzen sowie das für einen Weihnachtssmarkt typische kulinarische Angebot feilgeboten wird.

Am 26. November ist es nämlich so weit: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wird kurz nach 17 Uhr Deutschlands vermutlich ältesten Weihnachtsmarkt (21393 erstmals erwähnt) eröffnen und die 30 Meter hohe Fichte vor dem Römer illuminieren. Der Baum, in diesem Jahr ein Geschenk der oberbayrischen Gemeinde Inzell, ist das Wahrzeichen des Frankfurter Weihnachtsmarkts. Etwa 5000 LED-Lämpchen tauchen ihn in ein funkelndes, wenngleich etwas kaltes Licht, wie der Frankfurter Tourismus-Chef Thomas Feda zugibt. Das sei der LED-Technik geschuldet, die allerdings den Stromverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Lampen um über 80 Prozent senke.

Das Gemaule über den Baum gehört in Frankfurt allerdings auch zur Folklore wie Brenten und Bethmännchen - und wie das Konzert zur Eröffnung des Markts. Das bestreitet diesmal der junge Pop-Musiker Andreas Bourani („Nur in meinem Kopf“) .

Wie die Stadt am Montag mitteilte, warten bis einschließlich 23. Dezember wieder gut 200 Stände auf erhoffte drei Millionen Besucher. Die sollen auch Gefallen an der diesjährigen Glühweintasse finden, die eine Hommage an die traditionelle Frankfurter Dippe ist. Sie kostet 2,50 Euro Pfand. Im gleichen Dekor wird auch eine Tasse in Form eines Bembels angeboten, der 3,50 Euro kostet.

Wie die Stadt weiter ankündigte, gibt es täglich geführte Rundgänge über den Markt auf Deutsch und Englisch, außerdem sind Adventskonzerte, Turmblasen und Glockenspiel geplant. Die Stadt hat außerdem erneut einen Sonderstempel für die Weihnachtspost in Auftrag gegeben, die beim Stand der Tourismus+Congress GmbH abgegeben werden kann und von dort kostenlos an die Sonderstempelstelle der Deutschen Post weitergeleitet wird.

Ein Novum ist der „Pink Christmas“ genannte, auffällig dekorierte gastronomische Bereich auf dem Friedrich-Stoltze-Platz, der sich vor allem - aber nicht ausschließlich - an ein homosexuelles Publikum richtet.

Der Weihnachtsmarkt ist montags bis samstags von 10 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Parallel dazu veranstaltet der Berufsverband Bildender Künstler Frankfurt (BBK) in der Paulskirche seine Jahresausstellung und von 7. bis 23. Dezember zudem in den Römerhallen seinen Künstlermarkt.

Quelle: op-online.de

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