Hässliche Fußgängerbrücke

Spülung für das „Elefanten-Klo“

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Das sogenannte Elefanten-Klo in Gießen.

Gießen - Eine hässliche Fußgängerbrücke in Gießen trägt den Spottnamen „Elefanten-Klo“. Die Konstruktion soll schöner werden.

Eine als „Elefanten-Klo“ verspottete Fußgängerüberführung im mittelhessischen Gießen bekommt eine Art Spülung eingebaut. Spätestens zur Landesgartenschau im April soll ein Wasserfall von der überdimensionierten Brücke regnen. Damit wollen die Bauherren die Umgebung der Beton-Konstruktion aufpeppen. „Wir müssen nun mal mit dem Elefanten-Klo leben. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagte Markus Pfeffer, Geschäftsführer des „Business Improvement District“-Projekts (BID) Seltersweg. Es setzt sich für die Verschönerung der City ein.

Das „Elefanten-Klo“ liegt an einem Ende der Fußgängerzone in der Innenstadt und überspannt als Plateau eine viel befahrene Kreuzung. Die Bausünde aus den 1960er Jahren kam auch wegen großer Löcher in der Mitte zu ihrem Spitznamen. Ein „Elefanten-Klo“, von dem es bald tröpfelt - Pfeffer befürchtet deswegen keinen Spott. Und wenn, sei das nicht schlimm. Es gehe darum, den Ort zu verschönern. Für das Wasserspiel, das im Dunkeln beleuchtet wird, investiert die Initiative bis zu 150 000 Euro. Es sei als dauerhafte Installation gedacht, die laufenden Kosten würden ebenfalls übernommen, erläuterte Pfeffer.

Aus Sicht der Politik ist nicht nur die Ästhetik des Bauwerks ein städtebauliches Problem, sondern auch die mangelnde Barrierefreiheit. Ein Abriss sei aber derzeit aus Kostengründen kein Thema, sagte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne). Sie findet das Vorhaben des BID gut. Ob der Wasserfall wirklich von der Hässlichkeit der Brücke ablenke, müsse sich zwar zeigen. „Aber der Kultstatus des Elefanten-Klos wird sich erhöhen.“

dpa

Quelle: op-online.de

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