Explosion in Bank

Ganoven sprengen Geldautomaten

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In der vergangenen Nacht hatte es an einer Bankfiliale einen Knall gegeben.

Kassel - Um an den Inhalt heran zu kommen, haben unbekannte Ganoven in der vergangenen Nacht einen Geldautomaten  gesprengt. Ob sie dabei Geld erbeuteten, ist bislang unklar.

Ein ohrenbetäubender Knall riss die Anwohner in Kassel aus dem Schlaf: Unbekannte haben einen Geldautomaten gesprengt. In der Nacht zum Donnerstag hatte es an einer Bankfiliale einen ohrenbetäubenden Knall gegeben, wie die Polizei Kassel berichtete. Ersten Ermittlungen zufolge leiteten die Täter ein Gasgemisch in den Automaten und lösten die Explosion per Fernzündung aus. Die Ermittler fanden ein Kabel, das bis zum Nachbargrundstück führte.

Die Detonation beschädigte nicht nur den Geldautomaten, sondern auch den Eingang der Bank, den Schalterraum, einen Tresor und Büroeinrichtungen. Zunächst war unklar, ob die Täter Geld erbeuten konnten. Die Straße am Tatort war zwischenzeitlich voll gesperrt.

Rund 50 Polizisten waren im Einsatz, darunter auch Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden. Als die Beamten eintrafen, lagen Geldscheine um den Automaten herum, die 40 Kilogramm schwere Geldautomatentür war durch die Wucht bis zur gegenüberliegenden Straßenseite geflogen.

Bilder vom Tatort

Ganoven sprengen Geldautomaten

Die Räuber hatten nach Auswertungen der Videoaufzeichnungen bereits kurz zuvor den Automatenraum betreten und sich umgeschaut, waren dann aber zunächst wieder verschwunden. Die Polizei sucht nun nach drei Räubern: zwei sollen die Tat begangen haben, ein weiterer soll den Fluchtwagen gefahren haben.

Solche Taten sind in Hessen sehr selten. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben des LKA nur einen ähnlichen Fall, 2010 gar keinen.

dpa

Quelle: op-online.de

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