Ein ganz neuer Stadtteil

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Direkt an der Autobahn 3 und dem Terminal 2 des Flughafens Frankfurt gegenüber wird der neue Stadtteil Gateway Gardens entstehen. Das Projekt, das hier in einer Animation zu sehen ist, soll bis zum Jahr 2016 fertiggestellt sein.

Frankfurt   ‐   Autobahnen in alle vier Himmelsrichtungen, ein ICE-Fernbahnhof in Spazier- und der Flughafen Frankfurt gar in Spuckweite - verkehrsgünstiger liegt kein anderer Standort in Deutschland. Gateway Gardens scheint der Fantasie eines Mobilitäts-Propheten entsprungen. Diese Fantasie soll in den nächsten Jahren freilich Wirklichkeit werden. Von Christian Riethmüller

Auf der von 1945 bis 2005 als Teil der US-Airbase am Flughafen Frankfurt genutzten Fläche mit dem Namen Gateway Gardens wird ein neuer Frankfurter Stadtteil entstehen.

Wie das 35 Hektar große Areal in Sichtweite des Terminals 2 einmal aussehen könnte, darüber informierte gestern das Kölner Stadt- und Raumplanungsbüro Astoc bei der Präsentation eines sogenannten Masterplans für das Gelände. Der Plan ist im Auftrag der Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH entstanden. An der Gesellschaft, die für die Abbrucharbeiten, die Entwicklung und Erschließung des Areals sowie den Verkauf der baureifen Grundstücke zuständig ist, sind die Stadt Frankfurt sowie vier Projektpartner aus der Privatwirtschaft beteiligt.

Der Masterplan sieht auf dem Gelände 20 Baufelder vor, die bis zu 100 mal 300 Meter groß sind und den Bedürfnissen der Investoren entsprechend parzelliert werden können. Leitlinien zu Städtebau und Architektur gibt der Plan ebenso vor, wie Hinweise auf gewünschte Fassadenstrukturen, Baumaterialien und Farbgebungen. Damit, so die Planer, soll ein „stimmiges und gleichzeitig vielseitiges Gesamtbild (des Areals)“ ermöglicht werden.

Fertigstellung im Jahr 2016

Der Plan definiert außerdem die Nutzungsschwerpunkte, die den Charakter der insgesamt sechs Quartiere über die Architektur hinaus prägen sollen. Die zentrale städtebauliche Achse bilden dabei zwei Plätze, die durch einen 2,2 Hektar großen zentralen Park miteinander verbunden sind. Hier sollen Gastronomie und der Nahversorgung dienender Einzelhandel angesiedelt sein. An die Achse schließen sich die sechs Quartiere Alpha, Verde, Mondo, Cortes, Volar und Norte an, die unterschiedliche Nutzer ansprechen sollen.

Diese Nutzer dürften vor allem Firmen sein, für die eine globale Vernetzung wichtig ist, dazu flughafenaffine Unternehmen und Hotels. Aber auch Lehre und Forschung werden in Gateway Gardens angesiedelt sein. Dort wird der Campus für das House of Logistics and Mobility (HOLM) entstehen.

Den Angaben der Betreiber zufolge sind 18 Prozent des Geländes bereits vermarktet, unter anderem hat sich mit den LSG Sky Chefs der weltweit größte Anbieter von Cateringleistungen und Bordservicekonzepten für Fluggesellschaften dort angesiedelt. Die Fluggesellschaft Condor wird ebenfalls auf dem Areal ihren Sitz nehmen.

Das Gesamtareal Gateway Gardens soll den Planungen nach im Jahr 2016 fertiggestellt sein. Dann soll der neue Stadtteil auch ans S-Bahn-Netz angeschlossen sein.

Quelle: op-online.de

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