Ganz schön fesch, die Fashion-Wiesn

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Ganz schön fesch, die Fashion-Wiesn

„Jede Frau sieht in einem Dirndl am besten aus.“ Das sagt eine, die es wissen muss: Model Aylin Janßen aus Mannheim gehört zu den Frauen und Männern, die unter der Moderation von RTL-Frau Jennifer Knäble beim Oktoberfest in Frankfurt die bayerischen Trachten zur Schau stellen. Von Enrico Sauda

„Sie heben die schönen Kurven hervor und kaschieren die Problemzonen“, lacht die 27-Jährige, die keine hat. Auch ein Dirndl nennt sie noch nicht ihr eigen, will sich aber bald eins zulegen.

Das Modell, das sie vorführt, gehört zur jüngsten Galeria-Kaufhof-Kollektion. „Die unterstützen uns und stellen die Dirndl modisch und farbig zusammen“, sagt Moderatorin Knäble. 2008 kam sie auf die Idee, aus einer feschen Wiesn auch eine Fashion Wiesn zu machen. „Das kommt super an und seitdem ist der Run auf die Karten enorm. Nach nur wenigen Wochen war dieser Abend ausverkauft.“

Fotos von der Fashion-Wiesn in Frankfurt

Fesche Mädels auf der Fashion Wiesn

Auch Verena Bellof, die seit vier Jahren modelt, stolziert an diesem Abend über den Frankfurter Wiesn-Catwalk. „Ich bin das erste Mal überhaupt dabei und es war wirklich unglaublich super“, sagt die 20-Jährige aus dem Rodgau. Für sie ist Dirndl-Tragen nichts Außergewöhnliches, denn wenn sie in der „Krone“, einem Gasthaus in Dreieich-Götzenhain, bedient, hat sie oft eins an.

Anders ist das bei Besucherin Tatja Müller: „Ich trage heute zum ersten Mal eins.“ Und sie findet‘s gut, „weil es viele Frauen hübscher macht, als sie wirklich sind“. Das Exemplar an ihrem Körper gehört allerdings nicht ihr, sondern einer guten Freundin, die es ihr geliehen hat. Die könne es aber auch verschmerzen, schließlich habe sie davon sechs.

Wie viele Trachtenkleider sie besitzt, will Sandi Isik aus Pforzheim nicht verraten, nur soviel gibt sie preis: „Ich kaufe mir jedes Jahr ein neues Dirndl und verschenke das alte.“

Kritisch beäugt Petra Keydel das Treiben auf und um den Catwalk an diesem Abend. Sie hat ihr Kleid samt Schürze in der bayerischen Dirndl- und Landeshauptstadt München gekauft. „Die Mädels dort“, sagt sie und zeigt zur Bühne, wo bis vor kurzem noch die Models zu sehen waren, „die trugen gar keine richtigen Dirndl, denn sie waren viel zu kurz und haben ihre Knie nicht bedeckt.“ Das war aber auch das einzige Manko eines gelungenen zünftigen Abends im Herzen von Mainhattan.

 

Quelle: op-online.de

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