„Garten 2009“ eröffnet die Freiluft-Saison

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Ein Eldorado für Hobbygärtner sind die großen Stände für Blumenzwiebeln und Knollen auf der „Garten 2009“.

Frankfurt - 90 Aussteller präsentieren noch bis Sonntag auf der "Garten 2009" im Palmengarten in Frankfurt Kunstobjekte, Pflanzen, Samen, Töpfe, Rasenmäher und was man sonst noch im Garten braucht. Von Sonja Thelen

Der leuchtend-weiße Blütenkelch streckt sich der Sonne entgegen und ist doch gar keine Blume, sondern ein im Wind wehendes filigranes Luftobjekt. Gestaltet hat es die Künstlerin Traute Schiffer-Renschler. Die Vorbilder für die an Edelstahlruten befestigten bis zu 3,50 Meter hohen Garten-Kunstobjekte holt sie sich in der Natur. Ihre Arbeiten gibt es derzeit im Palmengarten zu entdecken. Die Künstlerin ist eine von gut 90 Ausstellern auf der „Garten 2009“. Bis Sonntag (22.) können sich Gartenfreunde in dem botanischen Reich auf die Freiluftsaison einstimmen. Sie erhalten viele Anregungen, wie sie Balkon, Terrasse oder Garten in ein blühendes und grünes Paradies verwandeln können. Die Bandbreite reicht von seltenen Gewächsen, Stauden, Gehölzen, Rosen, Bambus und vielen weiteren Pflanzen und Samen, über Gartengeräte, Töpfe, Rasenmäher, Windspiele bis hin zu Gartenmöbel.

90 Aussteller präsentieren auf der "Garten 2009" ihre Waren.

Bestaunen können die Besucher auch den erweiterten Bereich künstlerischer Gartenaccessoires. Wie die beeindruckenden Skulpturen von Alexander Simon Ratka, deren hoher metallischer Sockel von einem aus Stein gehauenen Kopf gekrönt wird. Verlockend sind ebenso die feinen Gartenaccessoires, Töpfe, Schalen oder Körbe, die es in dem zu einer Garten-Remise umfunktionierten Haus Rosenbrunn oder am Pavillon von „Die Gärtnerei“ zu entdecken gibt. Wunderschön anzusehen sind die antiken Gartenbänke, Lauben und Klappstühle, die der Dresdner Aussteller „Drinnen und Draußen“ präsentiert.

Auch Dekoartikel für Ostern werden angeboten.

Derweil profitiert die Pflanzenraritätenbörse vom neuen Standort auf der großen Spielwiese, der kompakter und übersichtlicher ist. „Aus der Not eine Tugend gemacht“, meinte Umweltdezernentin Manuela Rottmann beim Eröffnungsrundgang. Denn die Börse musste ihren angestammten Platz rund um das Gesellschaftshaus wegen der bevorstehenden Bauarbeiten räumen. Auch die Gartenmöbel-Aussteller schienen von ihrem provisorischen Domizil im benachbarten lichten Gewächshaus angetan.

Dass die Globalisierung für Flora und Fauna Fluch und Segen zugleich ist, demonstriert eindrucksvoll der Gemeinschaftsstand von „BioFrankfurt“ am Oktagonbrunnen – ein Netzwerk von 15 Institutionen wie Senckenbergmuseum, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Umweltamt Frankfurt - das sich für Nachhaltigkeit und den Erhalt der Vielfalt einsetzt. Es informiert über „Neobiota – Pflanzen und Tiere mit Migrationshintergrund“, die zwar in unseren Breitengraden an sich nicht heimisch sind, aber sich trotzdem verbreitet haben. Ein Beispiel hierfür ist die aus Asien stammende Milbe Varroa destructor, die die Honigbienen bedroht.

Um diese bunten Vogelhäuschen werden sich die Piepmätze streiten.

Lesungen, Buchpräsentationen, Vorträge und Klettervorführungen runden das Begleitprogramm ab. Kinder ab vier Jahre werden in der Grünen Schule betreut. Besucher können ihre Einkäufe in der Grünen Garderobe (Haus Leonhardsbrunn) deponieren.

Die Öffnungszeiten für die Garten 2009 im Palmengarten (Siesmayerstraße 61) sind von 9 bis 19 Uhr, sonntags bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene zehn, Kinder fünf und ermäßigt fünf Euro. Infos unter www.palmengarten-frankfurt.de.

Quelle: op-online.de

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