Vom Flugsteig ins Gefängnis

Rhein-Main (db) - Das neue Jahr ist erst knapp eine Woche alt, aber die Bundespolizei auf dem Frankfurter Flughafen hat in den ersten sechs Tagen schon 24 Personen verhaftet.

Gestern gingen den Bundespolizisten gleich zwölf gesuchte Männer ins Netz, die versucht hatten, über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland einzureisen oder das Land zu verlassen. So wurde gegen 15 Uhr ein 30-jähriger Türke nach der Ankunft aus Adana (Türkei) festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen und gemeinschaftlich schweren Raubes bestand. Er hatte 2006 mit weiteren Beschuldigten etwa 1 500 Euro in einem Discount-Markt in Frankfurt gestohlen und dabei zwei Angestellte gefesselt. Der Türke wurde heute inhaftiert.

Bereits um 11.45 Uhr wurde ein 22-jähriger Deutscher bei der Einreise aus Chicago festgenommen. Bei der Personenkontrolle wurde ein Haftbefehl wegen Diebstahls gegen den Mann festgestellt. Außerdem fanden die Polizisten Dokumente, aus denen ersichtlich ist, dass der Mann in den USA wegen schwerer Körperverletzung verhaftet worden war. So soll er im November 2010 einer Person mit einem Kopfstoß das Nasenbein gebrochen und Zähne ausgeschlagen haben. Nachdem er einen Teil der Kaution gezahlt hatte, wurde er von den amerikanischen Behörden wieder auf freiem Fuß belassen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Der Deutsche wurde in die Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim eingeliefert.

Für 818 Tage muss ein 40-jähriger Ungar in Haft, weil gegen ihn ein Haftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bestand. Es handelte sich hierbei um eine Reststrafe von ursprünglich sechs Jahren. Der Ungar wollte gegen 22 Uhr nach Doha (Katar) fliegen und wurde bei der Grenzkontrolle von Bundespolizisten festgenommen. Statt im Flugzeug sitzt er jetzt in der Justizvollzugsanstalt in Frankfurt.

Quelle: op-online.de

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