Gauner locken Bankkunden in Automatenfalle

Wiesbaden (re) ‐ Wieder einmal heißt es Vorsicht am Geldautomaten! Das hessische Landeskriminalamt (LKA) hat gestern vor dem sogenannten Cash-Trapping (etwa: Bargeldfalle) gewarnt.

Dabei wird der Ausgabeschacht von Gaunern so manipuliert, dass die Geldscheine darin steckenbleiben. Die Kunden vermuten einen technischen Defekt und gehen zum Bankberater oder verlassen die Filiale wieder. Dann holen die Täter ihre Beute ab.

Wie Udo Bühler, Sprecher des LKA, mitteilte, ist diese Vorgehensweise alleine in Südhessen in den vergangenen Tagen dreimal festgestellt worden. Die Masche sei seit etwa sechs Jahren bekannt und werde immer wieder in Schüben registriert, zuletzt in der Vorweihnachtszeit.

Für den betrogenen Kunden sieht die Mitteilung zunächst unauffällig aus: Beim Warten auf das Bargeld informiert ihn der Automat, dass dieses wieder eingezogen worden ist. Hintergrund: Die Täter haben den Ausgabeschacht manipuliert, oft mit aufgeklebten Vorsatzgeräten. Werden die Scheine so zurückgehalten, schaltet der Automat ab. Während die Opfer einen Angestellten suchen oder wenn sie gegangen sind, holen die Täter das Geld aus dem manipulierten Schlitz.

Das Landeskriminalamt weist darauf hin, dass das Ausgabefach von Geldautomaten frei zugänglich sein muss und keine Verblendungen oder Vorbauten hat. Bühler rät Bankkunden, das Ausgabefach im Zweifelsfall zu prüfen; die mit Klebeband befestigten Fallen ließen sich leicht entfernen. Auf keinen Fall sollen die Kunden den Automaten verlassen, wenn der kein Geld ausspuckt. Oft böten sich vermeintlich hilfsbereite Fremde an, wollten die Opfer jedoch nur weglocken. Durch Zurufe, per Handy oder über Begleiter solle man den Automatenbetreiber informieren. In der Nacht ist die Polizei der Ansprechpartner.

Quelle: op-online.de

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