GDL-Lokführer setzen Streik fort

Frankfurt/Main  - Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen haben die Lokführer der Hessischen Landesbahn (HLB) und ihrer Tochtergesellschaft Vectus ihre Streiks am Donnerstag fortgesetzt.

Vor allem auf der Strecke zwischen Gießen und Gelnhausen sowie zwischen Friedberg und Hanau fielen bereits am frühen Morgen zahlreiche Verbindungen aus. Betroffen waren auch die Bahnen in den Taunus sowie rund um Limburg. Bereits am Mittwoch hatte der Streik für massive Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Zwei Drittel der Verbindungen in Hessen und Rheinland-Pfalz waren ausgefallen. „Wir gehen auch heute davon aus, dass es so weitergeht“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstagmorgen. Für den Vormittag ist eine Protestveranstaltung vor dem Frankfurter Hauptbahnhof geplant. Mit dem Streik reagierte die Gewerkschaft auf das am Montag erklärte Scheitern der Verhandlungen. Die GDL hielt dem landeseigenen Bahnunternehmen vor, erneut ein nicht akzeptables Angebot unterbreitet zu haben. Es liege um bis zu acht Prozent unter dem bundesweit angestrebten Tarifniveau. Die von der Landesbahn gewünschte Schlichtung ist für GDL-Chef Claus Weselsky derzeit keine Option. Die Arbeitgeber hätten die Ablehnung bewusst herbeigeführt. Eine HLB-Sprecherin hatte berichtet, dass die Geschäftsführung eine Schlichtung schriftlich vorgeschlagen habe. Dabei gehe es um ein eigenständiges Verfahren und nicht um die Eingliederung in bereits laufende Schlichtungsgespräche mit anderen Privatbahnen.

dpa

Quelle: op-online.de

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