Gedenkfeier für Opfer des NSU-Mordes

Al-Wazir entschuldigt sich für das „Versagen des Staates“

Gedenkfeier für Opfer des NSU-Mords in Kassel vor zehn Jahren
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.
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Vor zehn Jahren starb Halit Yozgat in Kassel, mutmaßlich durch NSU-Rechtsterroristen. Mehrere Hundert Menschen gedachten des Internetcafé-Betreibers - darunter auch Hinterbliebene. Der Vater des Opfers hat einen Lebenswunsch.

Kassel - Mehrere Hundert Menschen haben in Kassel dem mutmaßlich von NSU-Rechtsterroristen ermordeten Kleinunternehmer Halit Yozgat gedacht. Hessens stellvertretender Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) forderte eine umfassende Aufklärung der Bluttat und sagte: „Ich entschuldige mich auch vor der Familie Yozgat für das Versagen des Staates.“

Yozgat war am 6. April 2006 mit zwei Schüssen aus einer schallgedämpften Pistole getötet worden - mutmaßlich von den NSU-Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Es war die neunte und letzte Tat einer Mordserie an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft in Deutschland seit 2000. Die Gedenkfeier fand am Halitplatz statt, der nach dem Opfer benannt ist. Neben dem Gedenkstein für die insgesamt zehn NSU-Opfer wehten die deutsche und die türkische Fahne. Der Vater des Opfers, Ismail Yozgat, forderte erneut die Umbenennung der Holländischen Straße in Kassel in Halit-Straße. Dies sei sein „Lebenswunsch“, sagte er. An der Hauptverkehrsstraße lag das Internetcafé, in dem Halit Yozgat erschossen wurde. Mit der Benennung des Platzes und der Umbenennung der Straßenbahnhaltestelle sei sein Wunsch nur unzureichend erfüllt.

Nach dem Tod von Mundlos und Böhnhardt wurde im NSU-Prozess in München Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft an den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen des NSU angeklagt. Ismail Yozgat verlangte erneut einen Ortstermin in Kassel, um die Tat und die Rolle von Andreas Temme zu klären. Der Mitarbeiter des Hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz soll zum Tatzeitpunkt am Tatort gewesen sein und will beim Verlassen des Internetcafés das am Boden liegende Opfer nicht gesehen haben. „Temme lügt“, rief Ismail Yozgat. Entweder Temme habe Halit selbst getötet oder aber die Täter gesehen.

Alles zum NSU-Skandal in Hessen

Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die NSU-Opferfamilien, Barbara John, sagte, es werde im NSU-Prozess wohl ein Urteil, aber keine wirkliche Aufklärung der Taten geben. „Würde man tiefer graben, kämen Dinge zu Tage, die dieses Land verunsichern und erschüttern würden. Das will niemand. Wir dürfen aber nicht aufgeben“, sagte sie.

dpa

Quelle: op-online.de

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