Gefährliche Implantate: 70 Frauen aus Hessen betroffen

Wiesbaden - In Hessen sind bislang 70 Fälle gemeldet worden, in denen Frauen möglicherweise gesundheitsgefährdende Brustimplantate eingesetzt worden sind. Ärzte raten zur Entfernung der minderwertigen Implantate.

Das Sozialministerium warnte am Donnerstag in Wiesbaden vor Brustimplantaten der Firmen PIP aus Frankreich und Rofil aus den Niederlanden. Frauen, denen diese Silikonkissen implantiert wurden, sollten sich mit ihren Ärzten oder Kliniken in Verbindung setzen.

Ärzte und Krankenhäuser seien aufgerufen, die Verwendung der Brustimplantate beider Hersteller seit 2001 den Regierungspräsidien zu melden.

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Bei PIP-Implantaten wurde illegal minderwertiges Industriesilikon verwendet. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte lieferte PIP seine Produkte auch an Rofil Medical in den Niederlanden. Rofil exportierte die Kissen unter dem Eigennamen „M-Implants“ nach Deutschland weiter. Die Implantate mit den Modellbezeichnungen IMGHC-TX, IMGHC-MX, IMGHC-LS seien identisch mit den betroffenen PIP-Brustimplantaten.

dpa

Quelle: op-online.de

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