Automatenknacker in Darmstadt vor Gericht

Gefährliche Sprengwirkung

+
Aufgesprengter Fahrkartenautomat in Butzbach 

Darmstadt - Die Detonation schleuderte schwere Teile meterweit durch die Luft: Wegen einer Serie von Anschlägen auf 35 Fahrkartenautomaten in mehreren Bundesländern muss sich ein 33-Jähriger ab heute vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

Der ehemalige Fremdenlegionär soll fast 32.000 Euro Beute gemacht haben. Der verursachte Sachschaden wird auf 790.000 Euro geschätzt. Der Mann soll laut Anklage zwischen März und August 2013 in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern Automaten gesprengt haben.

Lesen Sie dazu auch:

Zwei Männer nach Automatensprengung in Haft

„Die Sprengungen sind hochgefährlich gewesen“, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Oberstaatsanwalt Alexander Badle. „So etwas kann man nur begrenzt kontrollieren.“ Verletzt wurde niemand. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage vorgesehen. Da die meisten Fälle im Raum Darmstadt liegen, verhandelt das dortige Landgericht das Verfahren. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.

In Hessen sprengten Kriminelle im vergangenen Jahr mindestens 120 Fahrkartenautomaten. Bundesweit waren es mehr als 480 Automaten. Im Januar 2014 verurteilte das Landgericht Fulda drei Männer wegen solcher Fälle zu hohen Haftstrafen. Sie hatten fünf Automaten in osthessischen Bahnhöfen in die Luft gejagt und komplett zerstört. Auch hier wurde niemand verletzt. Ein 44 Jahre alter Angeklagte aus Bad Soden-Salmünster erhielt mit fünf Jahren Gefängnis die höchste Strafe.

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion