Gegen steigende Mietpreise

Bündnis fordert mehr sozialen Wohnungsbau

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Wiesbaden - Ein neues Bündnis in Hessen fordert mehr sozialen Wohnungsbau, um Wohnungsnot und steigende Mietpreise zu bekämpfen.

Das jüngst vorgestellte Programm der CDU/FDP-Regierung sei völlig unzureichend, sagte der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, am Montag in Wiesbaden. An dem Bündnis beteiligen sich auch der Mieterbund Hessen, Arbeitsloseninitiativen und die Studentenausschüsse mehrerer Universitäten.

In Hessen müssten 7000 Wohnplätze für Studenten gebaut werden, um die durchschnittliche bundesweite Versorgungsquote zu erreichen, sagte Andreas Schaper von der studentischen Selbstverwaltung der Uni Gießen. "Die 2000 Wohnheimplätze, die die Landesregierung schaffen möchte, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein."

Sozialwohnungen und Wohnplätze für Studenten

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) hatten im April angekündigt, dass die Landesregierung über die kommenden Jahre 300 Millionen Euro in den Bau von 1000 Sozialwohnungen und 2000 Wohnplätze für Studenten lenken will. 2000 Mietwohnungen sollen modernisiert werden.

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Angesichts des Wohnungsmangels gerade im Rhein-Main-Gebiet sprach Körzell von einem "Miniprogramm, das nicht zur Entlastung führen wird". Er forderte einen "großen Wurf": Öffentliche Wohnungsbaugesellschaften sollten preisgebundene Wohnungen neu bauen.

Der Vorsitzende des hessischen Mieterbundes, Wolfgang Hessenauer, forderte, Preissteigerungen bei Neuvermietungen auf zehn Prozent zu begrenzen. Nur so bleiben Wohnungen auch für mittlere und kleine Einkommen erschwinglich.

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dpa

Quelle: op-online.de

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