An der EZB geht‘s im April los

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Wenn alles gut geht, hat der Passant, der auf der Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend unterwegs ist, diesen Blick auf die neue EZB. Mit dem Main im Hintergrund sind die ehemalige Großmarkthalle mit dem als Eingangsportal genutzten Querriegel und das Hochhaus zu sehen.

Frankfurt ‐ An der Baustelle der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ost end geht‘s los. Wie die EZB jetzt in einem Newsletter berichtet, wird die Baustelle für das 500 Millionen-Projekt noch in diesem Monat eingerichtet. Im April sollen dann die Bauarbeiten beginnen. Von Michael Eschenauer

Entlang der Sonnemannstraße werden sich dann die Container der zahlreichen beteiligten Baufirmen aufreihen. Die Baugrube für das Hochhaus und die Tiefgarage will man ab Anfang April ausheben. Für die Rohbauarbeiten ist der Start auf Ende April terminiert. Die Sanierung der denkmalgeschützten früheren Großmarkthalle läuft parallel zu den Bauarbeiten.

Die 80 Jahre alte Halle solle äußerlich im Wesentlichen unverändert erhalten bleiben, verspricht der Koordinator des Bauprojekts bei der EZB, Gerald Grisse. Ein Querriegel verbindet das in den 20er Jahren nach den Plänen des Architekten Martin Elsaesser entstandene Bauwerk mit dem Neubaukomplex. Die Backstein-Klinkerfassade wird renoviert, die alten Fenster der Betonrasterfassade werden durch moderne energiesparende Mehrfachverglasungen ersetzt. Auch ein hier eingebauter Paternoster wird wieder rotieren, wenn die Euro-Banker einziehen. Für die neue EZB zeichnet das Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au verantwortlich. Damit die neue Europäische Zentralbank auch von Süden gut erreichbar ist, plant die Stadt eine Brücke über den Main nahe des Osthafens.

So soll der EZB-Neubau aussehen

So soll der EZB-Neubau aussehen

Der Start des Neubaus, der Ende 2013 fertig sein und Anfang 2014 bezogen werden soll, hatte sich verzögert, weil bei einer ersten Ausschreibung der einzige interessierte Generalunternehmer einen Kostenvoranschlag von 1,3 Milliarden Euro vorlegte. Seit Sommer 2008 wurde auf dem Areal nicht mehr gebaut.

Nach einer Bedenkzeit änderte die Bank das Verfahren und teilte 80 Prozent des Bauvolumens in zwölf Pakete mit weiteren Unterabteilungen auf. Der ursprüngliche Kostenrahmen scheint neuerdings wieder realistisch zu sein. Die ersten acht Pakete mit insgesamt 44 „Losen“ sind in der Ausschreibung. Sie umfassen die 185 Meter hohen Doppeltürme, die Geländeerschließung, den Bau der Aufzüge, die Haushülle, das Dach und die Gebäudetechnik.

Quelle: op-online.de

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