Geisterfahrer

Geisterfahrer: Großes Risiko auf der A661

+
ADAC: Geisterfahrer-Gefahr vor allem auf kurzen Strecken

Offenbach - Geisterfahrer sind einer Erhebung des ADAC zufolge vor allem an Wochenenden und in Ballungsräumen unterwegs. Besonders hoch sei das Risiko auf kurzen Autobahnen und Zubringern mit vielen Zu- und Abfahrten. In Hessen ist das Risiko auf der A661 besonders groß.

An Samstagen und Sonntagen fahren der Statistik zufolge rund doppelt so viele Fahrer in die falsche Richtung wie an einem Wochentag, teilte der Autoclub mit. Ein erhöhtes Risiko bestehe zudem zwischen 20 Uhr und 5 Uhr morgens. In der dunklen Jahreszeit ist jedoch statistisch keine größere Gefahr erkennbar: Die meisten Meldungen gehen zwischen August und Oktober ein.

Lesen Sie dazu auch:

Kommentar: Schnell handeln

Geisterfahrerin verursacht Unfall auf A5

Geisterfahrer stirbt auf A2

Geisterfahrt auf der A661

Auf ostdeutschen Straßen sind viel weniger Falschfahrer unterwegs als im Westen - der ADAC führt dies auf modernere Autobahnen und eine bessere Beschilderung in den neuen Bundesländern zurück. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im Saarland fahren im Ländervergleich - bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes - die meisten Geisterfahrer. Der bundesweite Durchschnitt beträgt pro Jahr 13,5 Falschfahrermeldungen auf 100 Autobahnkilometern, in Hessen sind es 19 Meldungen.

Vermehrte Unfälle

Laut ADAC-Sprecher Andreas Hoelzel sind in Hessen besonders gefährlich die Strecken auf der A 661 zwischen Egelsbach und Bad Homburg auf der A 643 zwischen Mainz und Wiesbaden sowie auf der A 66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt. Erst Ende November kam es am Burchrain zu einem Unfall.

Im Herbst kam es vermehrt zu tödlichen Unfällen mit Falschfahrern. Besonders schwerwiegend war zuletzt ein Zusammenstoß auf der A 5 bei Offenburg, bei dem sechs Menschen ihr Leben verloren. Der Unfall hatte eine Diskussion über die Bedrohung von Geisterfahrern ausgelöst. Um die Gefahr einzudämmen, fordert der Autoclub neonfarbene Warntafeln und eindeutigere Markierungen an allen Autobahn-Anschlussstellen.

psh/dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare