Gekommen, um zu bleiben

Frankfurt - Trotz einer drohenden Räumung ihres Camps wollen die Frankfurter Occupy-Aktivisten weiter vor der Europäischen Zentralbank protestieren. Sie kündigten gestern gezielte Aktionen an, um weiter auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen - notfalls auch ohne Zeltlager.

„Wir werden den Platz nicht verlassen“, sagte einer der Kapitalismuskritiker. „Dieses Camp ist ein Mahnmal und kein Freizeitlager.“

Mit Gewalt wollen die Aktivisten aber nicht gegen eine mögliche Zwangsräumung vorgehen. „Occupy ist eine betont gewaltfreie Aktion“, sagte einer der Protestler. Stattdessen planen sie nach eigener Darstellung Kundgebungen, Informationsstände und Demonstrationen. Am Samstag (28. Juli) wollen sie etwa unter dem Motto „Für Demonstrationsfreiheit - Gegen die Finanzdiktatur“ auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Rathenauplatz in der Innenstadt.

Die Stadt Frankfurt bekräftigte gestern Abend, dass das Camp Ende des Monats beendet werde. Als Grund führt Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) vor allem die mangelhafte hygienische Situation sowie soziale Probleme an. Die Aktivisten wurden aufgefordert, die Fläche ab 26. Juli zu räumen. Die Occupy-Bewegung könne aber - wie von ihr angemeldet - bis zum 9. August auf dem Willy-Brandt-Platz nahe des Euro-Denkmals auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare