Hälfte der Baukosten aus dem Milliarden-Programm der Kommission

Geld für Terminal 3 aus Brüssel?

+

Brüssel/Frankfurt - Der Frankfurter Flughafen erhofft sich die Hälfte der Baukosten für sein drittes Terminal aus europäischen Töpfen.

Dies geht aus einer Art Wunschliste der Bundesregierung und der Bundesländer an die EU-Kommission hervor, die Brüssel allerdings noch absegnen muss. Das Geld soll aus dem 315-Milliarden-Programm kommen, das EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker Ende Mai angekündigt hatte und das nun steht. Schon im September sollen die ersten Finanzierungen anlaufen. Die Bundesrepublik ist mit mehr als 80 Projekten beteiligt, von denn praktisch alle Regionen profitieren dürften. Darunter ist auch das umstrittene Terminal 3, dessen Baukosten Fraport-Chef Stefan Schulte zuletzt mit 2,5 bis 3 Milliarden Euro angebenen hatte. Noch handelt es sich allerdings nur um Vorschläge, für die die Zusagen noch ausstehen. Doch dass die bundesdeutschen Vorhaben gut im Rennen liegen, wurde in Brüssel mehrfach bestätigt.

Lesen Sie dazu auch:

Fraport beginnt Ende 2015 mit Bau von Terminal 3

Mehr zum Thema Flughafen Frankfurt gibt es auf unserer Top-Themenseite

Die 315 Milliarden gelten als das größte Investitionsprogramm, das die EU jemals aufgelegt hat. Begünstigt werden vorrangig nachhaltige Maßnahmen, die Jobs schaffen und dauerhaft die Infrastruktur verbessern. Die Beträge, so sieht es das sogenannte EFSI-Programm vor, würden ab Herbst 2015 bis vermutlich Mitte 2017 fließen. Allerdings haben die Erfinder noch einen besonders harten Brocken vor sich. Bisher gibt es nämlich nur 21 Milliarden Euro. Damit daraus am Ende wirklich 315 Milliarden werden, sucht Brüssel private Investoren wie Versicherungen, Banken oder große Fonds, die mit ihren Einlagen einen EU-Euro mit bis zu sieben privaten Euros aufstocken. Diese Gespräche laufen seit Wochen - mit vielversprechenden Perspektiven, wie man in Brüssel betont.

dre/re

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare