Geldstrafe für Lkw-Fahrer

Tödlicher Unfall nach falscher Navi-Anweisung

Frankfurt - Weil er einer falschen Anweisung seines Navigationsgerätes gefolgt ist, hat ein Lastwagenfahrer in Frankfurt einen tödlichen Unfall verursacht. Heute wurde der 29-Jährige verurteilt. 

Der Angeklagte war in der Innenstadt von einer Hauptstraße nach links abgebogen, obwohl das verboten war. Er übersah dabei einen entgegenkommenden Motorradfahrer. Der 27 Jahre alte Mann kam bei dem Unfall ums Leben. Das Navi hatte den Lkw-Fahrer zuvor angewiesen, nach links abzubiegen. Laut Urteil muss der Fahrer aber trotz einer solchen Ansage auf Schilder und andere Verkehrsteilnehmer achten.

Der Lkw-Fahrer müsse sich daher ein „Doppelversagen“ vorwerfen lassen. Nur weil er sich bislang fehlerfrei im Straßenverkehr gezeigt habe und der Motorradfahrer auch noch zu schnell unterwegs war, sei es bei einer Geldstrafe geblieben. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten gefordert. Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte sehr bedrückt. In einem Brief hatte er sich bereits im Vorfeld bei den Angehörigen des Unfallopfers entschuldigt. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den Mann wegen fahrlässiger Tötung zu 3600 Euro Geldstrafe (180 Tagessätze).

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Archiv

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare