Tierquälerei: Gärtnersfrau verurteilt

Frankfurt - Das Amtsgericht Frankfurt hat heute eine Gärtnersfrau verurteilt. Sie ließ über Jahre hinweg zahlreiche Hunde und Ziervögel in zu engen Käfigen vegetieren.

Weil sie zahlreiche Hunde und Ziervögel über Jahre hinweg in zu engen Käfigen vor sich hin vegetieren ließ, muss eine Gärtnersfrau aus Frankfurt 1200 Euro Geldstrafe (150 Tagessätze) zahlen.

Das Amtsgericht verurteilte die 66-Jährige heute wegen Tierquälerei in 26 Fällen. Das Ordnungsamt hatte bei einer Überprüfung ihres Anwesens im November 2010 desolate Zustände festgestellt. Ohne Tageslicht waren dort 17 Terrier, 8 Kanarienvögel und ein Kakadu untergebracht. Zwei der völlig verschmutzten Hunde waren derart verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Auch die anderen Tiere waren abgemagert, das Gefieder der Ziervögel war verklebt, die Augen geschwollen.

Sie sei überfordert gewesen, außerdem habe ihr das Geld für einen Tierarztbesuch gefehlt, sagte die geständige Angeklagte vor Gericht. Mittlerweile aber habe sie keine Tiere mehr. Damit das vorerst so bleibt, verbot ihr das Gericht für vier Jahre, Tiere zu halten. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Freiheitsstrafe von neun Monaten zur Bewährung plädiert.

dpa

Quelle: op-online.de

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