Gemeinsam sichtbarer

+
In Rot und Weiß, mit einheitlichem Erscheinungsbild, präsentiert sich die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main bei der Expo Real.

Frankfurt ‐ Bei der nächsten Montag beginnenden Expo Real in München, einer der wichtigsten Fachmessen für Gewerbeimmobilien und Investitionen, wollen sich zahlreiche Kommunen des Rhein-Main-Gebiets erstmals mit einem gemeinsamen Erscheinungsbild präsentieren. Von Christian Riethmüller

Vorbei sind die Jahre des Einzelkämpferdaseins. Stattdessen treten die Aussteller nun zusammen als „Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“ an. „Es wird sichtbar, dass die Region zusammenrückt und ihre Stärken gemeinsam in den Wettbewerb der Metropolen einbringt“, sagte gestern Heiko Kasseckert (CDU), Direktor des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main bei der Vorstellung des Standkonzepts in Frankfurt.

Stand in Farben Rot und Weiß

Dieser Stand umfasst den Angaben zufolge 924 Quadratmeter Ausstellungs- und Beratungsfläche sowie weitere 99 Quadratmeter für die so genannte Metropol arena, die den Kommunikationstreffpunkt in der Mitte des Stands bildet. Der Stand ist einheitlich in den Farben Rot und Weiß gehalten, es werden die gleichen Materialien verwendet, außerdem sind die Layouts unter dem Titel „Metropolregion FrankfurtRheinMain“ angepasst worden.

An den Planungen waren die Städte Frankfurt, Darmstadt, Bad Homburg, Wiesbaden und Mainz sowie der Planungsverband beteiligt. Unter dem Dach des Planungsverbands präsentieren sich in München zahlreiche Kommunen und Kreise der Rhein-Main-Region, darunter auch die Städte Hanau und Offenbach sowie die Landkreise Offenbach, Hochtaunus und Main-Taunus.

Viele Städte mit eigenem Stand

Städte wie Dieburg und Rüsselsheim oder die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sind ebenfalls unter dem Dach der Metropolregion vereint, präsentieren sich aber am Stand der Stadt Darmstadt. Denn trotz des gemeinsamen Auftritts innerhalb eines einheitlichen und weithin sichtbaren Standkonzepts unterhalten die Städte Frankfurt, Darmstadt, Bad Homburg, Wiesbaden und Mainz ihren eigenen Stände, an denen sie über ihre verschiedenen Investitions- und Entwicklungsflächen informieren werden.

Wie Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) gestern sagte, bleibe der Wettbewerb innerhalb der Region trotz der Zusammenarbeit weiter bestehen. Gemeinsam wird bei der „gigantischen Vernetzungsveranstaltung“ also für die Vorzüge des Rhein-Main-Gebiets getrommelt, doch weiterhin getrennt um Investoren geworben.

Im Angebot: Campus oder Europaviertel

Zumindest der Markt für Büroimmobilien in Frankfurt könnte dabei fast schon gesättigt sein. Das meinen zumindest Fachleute der Landesbank Hessen-Thüringen, die für eine neue Studie nachgerechnet haben, dass bis zum Jahr 2015 in der Mainmetropole weitere Bedarf für etwa 200 000 Quadratmeter Bürofläche bestehen könnte, umgerechnet also etwa zwei Hochhäuser vom Schlag des Tower 185, der derzeit neben der Messe gebaut wird.

Im Angebot sind aber wesentlich mehr Entwicklungsflächen, darunter solche interessanten wie der Campus Bockenheim, das Europaviertel oder das ehemalige Degussa-Areal, die allesamt mitten in der Stadt liegen, dazu noch der neue Stadtteil Gateway Gardens direkt neben dem Flughafen.

Absprache mit den Nachbarn in der Region ist da mindestens genauso gefragt, wie ein gemeinsames Erscheinungsbild bei der Präsentation.

Quelle: op-online.de

Kommentare