RP genehmigt Allessa-Kraftwerk

Darmstadt (mic) - Das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) hat das umstrittene Braunkohlestaub-Kraftwerk des Chemieunternehmens Allessa in Frankfurt-Fechenheim genehmigt. Denn mit einer Belästigung sei nicht zu rechnen.

Es sei sichergestellt, dass „nicht mit schädlichen Umwelteinwirkungen, sonstigen Gefahren, erheblichen Nachteilen oder Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft zu rechnen ist“, beteuerte gestern Regierungspräsident Johannes Baron. In dem Frankfurter Stadtteil sowie in Offenbach-Rumpenheim und Bürgel gibt es erheblichen Widerstand gegen das Vorhaben. Befürchtet wird eine Zunahme von Schadstoffen in der ohnehin stark belasteten Region. Außerdem bewerten die Gegner den Bau einer derartigen Anlage angesichts der drohenden Klimakatastrophe als unzeitgemäß.

Nach Mitteilung des RP wurde die Genehmigung im Herbst 2010 beantragt. Die Anlage wird Braunkohlestaub sowie Gas, Heizöl und Prozessgas als Brennstoffe einsetzen, um den Industriepark mit Dampf zu versorgen. Die Leistung beträgt 19,99 Megawatt (MW).

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Das Unbehagen hält an

Das Genehmigungsverfahren ist ohne Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt worden, weil nach den gesetzlichen Vorschriften diese erst ab einer Leistung von 50 Megawatt vorgeschrieben sind. Bei den Stoffen, die die Anlage ausstößt, handelt es sich um Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Schwefeloxide, Staub und Schwermetalle. Alle mit Ausnahme der Schwefeloxide (SOx) liegen laut Regierungspräsidium unterhalb der Grenzwerte. Für SOx habe man nachträglich den Emissionsgrenzwert von 1,0 auf 0,85 Gramm pro Kubikmeter Luft verschärft.

Der RP weist darauf hin, dass bei allen emittierten Stoffen die Immissionsgrenzwerte der „TA Luft“ eingehalten würden. Staub und Kohlenmonoxid sowie die Einhaltung der Feuerungswärmeleistung von19,99 MW werde man kontinuierlich überwachen. Für die anderen Stoffe seien wiederholte Einzelmessungen vorgeschrieben.

Quelle: op-online.de

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