Frankfurt muss Privatfirmen entschädigen

Geplatzter Sanierungsplan für Brücken wird teuer

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170 Frankfurter Brücken sollten ursprünglich saniert werden.

Frankfurt - Die im Jahre 2010 geplante Sanierung von maroden Brücken im Frankfurter Stadtgebiet in Zusammenarbeit mit Privatfirmen wurde nach vielen Debatten am Ende doch nicht verwirklicht. Der Magistrat beendete im vergangenen Jahr das Projekt.

Jetzt aber muss die Stadt Frankfurt für das Vorhaben Lehrgeld bezahlen. Laut der Frankfurter Neuen Presse hat man sich mit den interessierten Firmen auf eine Entschädigung von 2,7 Millionen Euro geeinigt. Ursprünglich wollte man über sechs Millionen Euro haben, allerdings erschien wohl der Ausgang eines Rechtsstreits nicht vorhersehbar. Doch das ist nicht alles: Hinzu kommen Beraterkosten für die Stadt in Höhe von 2,2 Millionen Euro und 320.000 Euro für zwei weitere Bieter. Grund waren erhebliche Vorarbeiten der interessierten Firmen. Dennoch wurde das Vorhaben angesichts unabsehbarer finanzieller Risiken gestoppt. Alleine die Sanierung der Rosa-Luxemburg-Straße hätte 300 Millionen Euro gekostet, gleichzeitig ist ihr Fortbestand jedoch städteplanerisch höchst umstritten.

Es ging um die Sanierung und Instandhaltung von 170 Brücken. Der Vertrag mit privaten Firmen sollte über 30 Jahre laufen und hätte die Stadt rund 500 Millionen Euro gekostet. Jetzt will der Römer die Analysen der Firmen für eine Sanierung in eigener Regie nutzen. 

mic

Quelle: op-online.de

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