Erhebliche Zweifel

"Retourkutsche" hatte vor Gericht keinen Erfolg

Frankfurt - Ein 51 Jahre alter Computerkaufmann ist in Frankfurt vom Vorwurf freigesprochen worden, er habe sich unrechtmäßigerweise als Arzt betätigt. Nach mehrstündiger Beweisaufnahme sah das Amtsgericht am Mittwoch "erhebliche Zweifel" an den Vorwürfen.

Die Vorwürfe wurden von einer Unternehmerin und ehemaliger Geschäftspartnerin des Mannes erhoben. Laut Anklage hatte der mit einer Allgemeinärztin verheiratete Mann der 71 Jahre alten Unternehmerin über Monate hinweg mehrere Spritzen in den Rücken verabreicht und dabei verschreibungspflichtige Medikamente verwendet. Er war deshalb wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

In Widersprüche verwickelt

Vor Gericht stellte sich jedoch heraus, dass die Unternehmerin - die frühere Besitzerin der Firma des Angeklagten - diesen erst drei Jahre nach der angeblichen Rückenbehandlung angezeigt hatte. In der Zwischenzeit hatte sie mehrere Zivilprozesse um den Verkauf des Computerunternehmens verloren. Im Zeugenstand verwickelte sie sich in Widersprüche, so dass Gericht und Staatsanwaltschaft die Möglichkeit einer "Retourkutsche" nicht ausschließen wollten.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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