Unfallflucht: Diese Gesetze gelten, wenn‘s gekracht hat

Der ehemalige Onkelz-Sänger Kevin Russell steht in Frankfurt vor Gericht - unter anderem wegen dem Vorwurf der Fahrerflucht. So sieht die Gesetzeslage aus:

Zum Prozess gegen den Onkelz-Sänger Kevin Russell:

„Böhser Onkel“ schweigt vor Gericht

Ein Autounfall gilt grundsätzlich zunächst als nicht strafbar. Wer sich aber unerlaubt vom Ort des Unfalls entfernt, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) und macht sich der Unfallflucht schuldig. Ihm droht dann eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Nach § 34 (StVO) muss ein Autofahrer nach einem Unfall oder einem sogenannten Parkunfall sofort anhalten, sich den Schaden anschauen und alles dafür tun, um für den Schaden aufzukommen.

Der Geschädigte muss also erfahren, wer den Unfall verursacht hat und wie es dazu gekommen ist. Außerdem benötigt er die Daten der Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers. Es reicht nicht, wenn der Autofahrer einen Zettel mit Anschrift und Telefonnummer oder seine Visitenkarte hinter den Scheibenwischer des beschädigten Wagens klemmt. Es gilt, eine „angemessene Zeit“ zu warten, bis entweder der Geschädigte zu seinem Auto kommt und die Adresse und alles andere entgegennehmen kann, oder an seiner Stelle die Polizei. Eine Faustformel für die Wartezeit gibt es allerdings nicht.

dpa 

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pixelio

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare