Geständnis im Prozess um Tod

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Nach einem tödlichen Handgemenge mit einem Streitschlichter hat ein Afrikaner gestanden, seinen Gegner erstochen zu haben.

Frankfurt - Nach einem tödlichen Handgemenge mit einem Streitschlichter hat ein Afrikaner gestanden, seinen Gegner erstochen zu haben.

Es habe sich bei der Attacke Anfang Mai vergangenen Jahres aber um Notwehr gehandelt, sagte der 35 Jahre alte Angeklagte heute zum Prozessauftakt vor dem Frankfurter Landgericht. Der 21-jährige Emeka Okoronkwo aus Nigeria habe nach einem Streit auf ihn eingeschlagen.

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Das Messer habe ursprünglich Okoronkwo gehört, es sei während des Gerangels herunter gefallen. Er habe die Waffe aufgehoben und zugestochen, sagte der angeklagte Mann. „Ich bin doch kein Mörder, wollte niemanden töten“, sagte er mit weinerlicher Stimme zum Vorwurf des Totschlags. Er habe nur seinen Widersacher abschütteln wollen. Die Staatsanwaltschaft spricht dagegen von einem „gezielten Stich in die Herzgegend“.

Die Trauerfeier für Emeka Okoronkwo haben wir im Video festgehalten.

Nach Ansicht der Anklagevertretung hat Okoronkwo in der Nacht zum 2. Mai vergangenen Jahres im Frankfurter Bahnhofsviertel versucht, zwei belästigten Frauen zu helfen. Zuvor hatte er an einem Streitschlichter-Seminar teilgenommen. Sein Tod war mit dem von Dominik Brunner verglichen worden, der in München bei seinem Versuch getötet worden war, anderen zu helfen.

dpa

Quelle: op-online.de

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