Gewalt gegen Polizei

Innenminister fordert mehr Schutz für Beamte

Wiesbaden/Berlin - Die Gewalt gegen die Polizei nimmt zu, die Zahl von Angriffen auf Beamten steigt. Deswegen fordern Boris Rhein und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) neue Gesetze.

Die Gewerkschaft der Polizei und Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) fordern einen besseren gesetzlichen Schutz für Polizeibeamte. Rhein will einen "Schutzparagrafen" für Polizisten im Strafgesetzbuch. "Die Beamten, die täglich ihre Gesundheit für das Allgemeinwohl aufs Spiel setzen, brauchen mehr Schutz. Die zunehmende Eskalation der Gewalt muss für die Täter besondere Konsequenzen nach sich ziehen", sagte Rhein. Die Innenministerkonferenz solle sich auf ihrer Herbst-Tagung damit befassen. Der Respekt vor Polizisten nehme weiter ab, zugleich steige die Zahl der Angriffe auf Streifenbesatzungen.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verlangt einen Schutzparagrafen. "Wir fordern einen besonderen Straftatbestand", sagte GdP-Chef Oliver Malchow der "Welt". Wenn der Autoritätsverlust der Polizei zunehme, sei die Rechtsordnung in Gefahr. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert bis zu fünf Jahre Strafe für Gewalttäter.

1. Mai: Krawalle dieses Jahr weniger heftig

bilder

Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, steigt die Zahl der Gewalttaten gegen Polizisten. 2012 seien 60.294 Beamte betroffen gewesen. Im Vergleich zu 2011 sei dies ein Anstieg um rund zehn Prozent. Die Zeitung beruft sich auf ein internes Lagebild des Bundeskriminalamtes. Das BKA in Wiesbaden wollte die Meldung am Sonntag nicht kommentieren.

(dpa)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare