Betrug über die Telefonrechnung

Frankfurt (al) - „Unser Geld, unsere Rechte“ lautet das Motto des Weltverbrauchertags am Dienstag, 15. März. Die Verbraucherzentrale Hessen und die hessische Polizei informieren über Tricks, mit denen unseriöse Anbieter versuchen, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Gewinnspielwerbung sowie eine neue Masche, Kosten für untergeschobene Verträge über die Telefonrechnung einzuziehen, wie die Verbraucherzentrale Hessen mitteilte. Zum Aktionstag hat die Beratungsstelle Frankfurt (Große Friedberger Straße 13-17) zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Von 11 und 17 Uhr wird in den Beratungsstellen Rüsselsheim und Wiesbaden mit Vorträgen und Einzelberatung informiert.

Verbraucherbeschwerden über unerlaubte Werbeanrufe, Gewinnspielabonnements und unberechtigte Kontoabbuchungen nehmen stetig zu, so die Verbraucherzentrale. In den Werbeanrufen behaupteten die Firmen zum Beispiel, es bestehe bereits ein kostenloser Teilnahmevertrag, der künftig entgeltpflichtig werde. Eine Kündigung sei zwar möglich, zuvor müssten aber Daten abgeglichen werden. Die Anrufe dienen den Angaben zufolge dazu, den Angerufenen ein Gewinnspielabonnement unterzuschieben und für die Abbuchungen vom Konto gleich die notwendigen Kontodaten mit abzufragen.

Mitunter erfolgten solche Abbuchungen für Gewinneintragungs–dienste auch ohne aktuelle vorherige Kontaktaufnahme. Woher die verwendeten Daten stammten, sei unklar – offenbar aus illegalem Datenhandel. „Wenn nur ein Bruchteil der Angerufenen einer unberechtigten Abbuchung vom Konto nicht widerspricht, lohnt sich das Geschäft angesichts der Masse der Anrufe“, so die Verbraucherschützer.

Da die Kosten für diese angeblich abgeschlossenen Dienste neuerdings auch mit der Telefonrechnung abgerechnet würden, seien Verbraucher nun gefordert, nicht nur ihre Kontoauszüge auf nicht genehmigte Abbuchungen zu prüfen und die Beträge zurückzufordern - sie müssten auch ihre Telefonrechnungen genau kontrollieren und sich gegen unberechtigte Abrechnungen zur Wehr setzen. Die Verbraucherzentrale Hessen stellt auf ihrer Internetseite kostenlose Verbraucherinformationen und Musterbriefe zur Verfügung.

Die kriminellen Machenschaften der Anbieter, die aus dem Ausland operierten, könnten die Verbraucherzentralen nicht abstellen. Umso wichtiger sei Prävention, um möglichst viele Betrügereien zu verhindern und den Abzockern das Handwerk zu legen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Gabi-Schoenemann / Pixelio.de

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