Suche nach neuer Klinik

Einigung auf Vergleich im Streit um herzkranken Jungen

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Die Eltern des Jungen betreten den Gerichtssaal.

Gießen - Im Rechtsstreit um den schwerkranken Muhammet Eren gibt es nun eine erste Einigung. In den nächsten vier Wochen muss eine neue Klinik für den Jungen gefunden werden.

Im Streit um einen Platz auf der Warteliste für ein Spenderherz haben sich die Eltern eines todkranken Jungen und das Uni-Klinikum in Gießen vorerst geeinigt. Vor dem Landgericht Gießen schlossen sie heute einen Vergleich, nach dem in den kommenden vier Wochen Mediziner anderer Kliniken den fast Zweijährigen untersuchen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie das Kind als Patienten übernehmen, wenn sie eine Möglichkeit für eine Herztransplantation sehen.

Die Eltern von Muhammet Eren hatten mit einer einstweiligen Verfügung erreichen wollen, dass ihr Sohn auf die Warteliste für ein Spenderorgan kommt. Die Ärzte hatten das wegen eines schweren Hirnschadens des Jungen abgelehnt und sich dabei auf das Transplantationsgesetz und entsprechende Richtlinien berufen. Bislang hatten die Eltern mit der Suche nach einem anderen Transplantationszentrum keinen Erfolg. „Aus Sicht der Eltern ist jetzt ein ganz wichtiger Punkt erreicht. Wir haben das Gefühl, dass jetzt eine offene Chance besteht für Muhammet Eren in seiner Situation, in der er ist, eine Transplantations-Möglichkeit zu finden“, sagte einer der Anwälte der Eltern, Oliver Tolmein.

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Mit dem sogenannten Zwischenvergleich ist der Rechtsstreit noch nicht endgültig beigelegt, sondern gilt lediglich als unterbrochen. Wenn kein anderes Transplantationszentrum für den Jungen gefunden wird, müssen die Richter entscheiden. Der Junge war für die Behandlung aus der Türkei nach Gießen gekommen und hatte kurz vor der Abreise den Hirnschaden erlitten. Sein Schicksal entfachte eine Debatte über Transplantationen, Kritiker sehen eine Benachteiligung von Behinderten.

dpa

Quelle: op-online.de

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